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Barrierefreie Kulturerlebnisse und viel Natur

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Große Bühne mit Felswänden und Bäumen im Hintergrund. Vordergrund mit Reihen vieler Zuschauer
Während der Eröffnungsgala auf der Felsnbühne Rathen
Foto: Michael Schmidt

BERLIN (kobinet) Mit dem Sommer kommen wieder die Möglichkeiten, Kultur in der Natur zu erleben, ein Theater in schöner natürlicher Umgebung zu besuchen sowie dort Konzerte, bekannte Opern, Operetten oder Schauspiele zu erleben. Es hat schon einen besonderen Reiz, beim Froschkonzert in ein Theater zu gehen oder beim Nachhauseweg dem Gesang einer Nachtigall zu lauschen. Nur - wo sind solche Orte zu finden, vor allem wenn man zudem bestimmte Bedingungen an die Barrierefreiheit stellen muss. Wir haben uns dazu einmal die Ratschläge der Arbeitsgruppe "Leichter Reisen" angesehen und das herausgesucht, was aus eigener Erfahrung zu empfehlen wäre.



Da wäre zuerst einmal die Gegend der im Norden von Brandenburg gelegenen Stadt Rheinsberg. Das bekannte Schloss Rheinsberg ist barrierefrei zugänglich. Nachmittags eine Rundfahrt auf dem Grienericksee zu machen, ist möglich, denn eines der Schiffe der Reederei Halbeck ist barrierefrei zugänglich. Ja und Kultur und Theater – da gibt es in dieser Stadt mehrere Möglichkeiten. Das beginnt mit dem Schlosstheater. Wer Musik mit einem abendlichen Blick auf den See vorzieht, könnte sich eine Veranstaltung aus dem Spielplan der Kammeroper auswählten, die unmittelbar auf dem Schlossgelände auftritt. Schließlich wäre dann noch die Sache mit dem abendlichen Weg, vielleicht mit Begleitung des Gesangs einer Nachtigall – dafür käme der Besuch einer Aufführung des Heckentheaters in Betracht. Da sitzt man als Zuschauer oder Zuschauerin wirklich im Park zwischen Hecken, genießt die Veranstaltung in der Natur und geht anschließend durch den Park über beleuchtete Wege nach Hause oder in ein Hotel zurück. Ja, und als Hotel käme dann in Rheinsberg vor allem das Seehotel in Frage. Weitere Einzelheiten dazu sowie zu weiteren interessanten Angeboten können gern bei der Touristinformation in Rheinsberg nachgefragt werden.

Wer nun schon einmal in dieser Gegend ist, und es für ein Naturerlebnis ganz ländlich mag, dem wäre der Theatersommer in Netzeband zu empfehlen. Netzeband ist ein kleines Dorf und etwa 25 Kilometer von Rheinsberg entfernt. Es ist gut mit dem Auto und, je nach den Zeiten des Spielplanes, auch mit dem Zug zu erreichen. Das Besondere an diesem Ort: An einem Abhang zu einer Wiesenfläche am Dorfrand wurde hier ein richtiges kleines Theater angelegt und dort wird auch Theater gespielt.

Reisen wir nun gedanklich vom Norden Brandenburgs in den Süden Sachsens – in die Sächsische Schweiz und den Kurort Rathen. Hier wartet die Felsenbühne Rathen auf Theaterfreunde. Das Wort „Felsenbühne“ weist schon darauf hin, dass für Besucher mit Rollstuhl eventuell nicht alles so ganz ohne Schwierigkeiten zu machen ist. Darauf ist man dort jedoch eingestellt und bietet entsprechende Hilfen an (mehr dazu unter dem Stichwort „Service“ dieser Internetseite)
Vom Kurort Rathen ist es bis nach Bad Schandau nicht weit und diese Kleinstadt bietet mehrere Möglichkeiten zur Übernachtung. Unter den Hotels wäre zu überlegen, im „Steiger Appart Hotel“ in der Elbstraße zu buchen, in welchem es mehrere Zimmer für Gäste mit Rollstuhl gibt.. Von hier aus ist es nicht weit bis in das Zentrum diese Stadt. Das barrierefrei zugängliche Nationalparkzentrum ist gleich um die Ecke. Abends bietet sich ein Spaziergang entlang der Elbe und Blick auf den Lilienstein an. Weitere Einzelheiten zur Stadt Bad Schandau sind aus der Broschüre „Sächsische Schweiz barrierefrei erleben“ zu erfahren.

Bleibt noch ein Blick in den Westen unseres Landes – auch hier gibt es passende Angebote, zum Beispiel die Burgfestspiele in Mayen, die noch bis zum 10. August besucht werden könnten. Im Innenhof der Genovevaburg, am Fuß des imposanten Goloturms, zeigen Schauspieler Stücke wie „Wie im Himmel“, „Der Vorname“ und „Peterchens Mondfahrt“. Für Rollstuhlfahrer gibt es auch hier einen Hilfe-Service (siehe Anreise und Aufenthalt).