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Erfahrungen zur Entwöhnung bei der Intensivpflege gesucht

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München (kobinet) Immer wieder hören die Aktiven von der Deutschen interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) und vom GKV-IPReG ThinkTank, einer Interessenvertretung der Menschen mit Intensivpflegebedarf, dass Menschen gegen ihren Willen dekanüliert oder geweant werden. Nicht selten kommen sie hierbei zu Schaden, und im schlimmsten Fall versterben sie. "Wir erfahren aus den vielen Gesprächen auch, dass es offensichtlich in Deutschland bis heute keine standardisierten Aufklärungsbögen über die Beatmungsentwöhnung gibt. Zudem fehlen verlässliche Zahlen über die Überlebensrate nach einer Beatmungsentwöhnung", heißt es vonseiten der Akteur*innen, die Menschen suchen, die bereit sind, Journalist*innen von ihren Erfahrungen zu berichten.

„Wir haben das Glück, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf uns zugekommen ist, um über diese Situation zu berichten. Diese Chance möchten wir zum Wohle der Menschen mit außerklinischer Intensivversorgung nutzen und die Verbindung der Menschen, die im Zusammenhang mit der Beatmungsentwöhnung schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit den Journalist*innen herstellen. Wir suchen also Menschen und / oder Familien, die bereit sind, den Journalist*innen Auskunft zu geben. Natürlich werden diese Gespräche streng vertraulich geführt. Sie finden unter absoluter Verschwiegenheit statt, damit niemand in eine schwierige Situation gerät“, heißt es vonseiten der Aktiven.

Für die Kontaktaufnahme haben sie zwei Wege installiert:

1. Es gibt die Rufnummer 0800 66 80 100

2. Es gibt ein Hinweisgeber-Tool für anonyme Meldungen unter frauodysseus.de/hinweisgeber-aki/ Dort eingehende Meldungen werden von Rechtsanwältin Sabine Nagel bewertet und anonym an die Journalist*innen weitergegeben.

„Geben Sie sich einen Ruck und berichten Sie, wenn Sie schlechte Erfahrungen im Zusammenhang mit der Beatmungsentwöhnung gemacht haben und helfen Sie damit Ihren Mitmenschen. Danke für Ihre Mitwirkung“, schreibt Christoph Jaschke, Präsident der DIGAB e.V. und Moderator des GKV-IPReG ThinkTanks.