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Der Monat April soll Amputierten mehr Aufmerksamkeit bringen

Tischtennisspieler mit Prothese des linken  Armes
Auch mit Prothese erfolgreich sein
Foto: Pixabay/unionbsv

MÜNCHEN (kobinet) In den Vereinigten Staaten stehen im Monat April wieder jene Menschen im Vordergrund, die vom Verlust einer oder mehrerer Körperglieder oder einer Fehlbildung einer Gliedmaße betroffen sind. Mehr als 5,6 Millionen Menschen in den USA sind von einer Amputation oder eine Gliedmaßenfehlbildung betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Ethnie diese Personen angehören, welchen sozioökonomischen Status, welches Geschlecht, welches Alter oder andere demografische Merkmale sie besitzen. Die „Koalition der Amputierten“ möchte zeigen, wie diese Menschen ihr Leben trotz Behinderung inmitten der Gesellschaft gestalten und entfalten können.

In Deutschland und anderen europäischen Staaten ist bislang noch keine solche Kampagne ins Leben gerufen worden. Der „Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB)“ möchte den geschätzt über 400 000 Betroffenen in Deutschland und den jährlich hinzukommenden 40 000 bis 60 000 neuen Amputierten über diesen Monat hinaus eine Stimme geben und deren Lebensqualität verbessern.

Durch Selbsthilfegruppen vor Ort, die Betroffenen bei der Bewältigung des neuen Lebensabschnittes Halt und Austausch mit Gleichbetroffenen bieten, Fortbildungsveranstaltungen für medizinisches Fachpersonal im Hinblick auf fachgerecht durchgeführte Amputationen, durch Informationen über neue und zielgerichtete technische Innovationen bei der notwendigen, prothetischen Versorgung will der BMAB Wege aufzeigen, das Leben trotz des gravierenden Verlustes einer Gliedmaße lebenswert zu gestalten.

Hierzu gehört auch das alljährlich veranstaltete Jugendcamp des BMAB, bei dem Kinder und Jugendliche zwischen acht und 17 Jahren eine Woche Spaß und Freude unter gleichartig Betroffenen erleben.