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VdK: Transparenzverzeichnis muss kommen

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Das Krankenhaustransparenzgesetz ist heute am 21. Februar 2024 Thema der Bundestags- und Bundesratsmitglieder im Vermittlungsausschuss. Es wurde bereits im Oktober vom Bundestag verabschiedet, der Bundesrat jedoch stoppte das Gesetz. Jetzt soll eine Lösung gefunden werden. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: "„Das Krankenhaustransparenzgesetz muss kommen und darf keine abgespeckte Version werden. Patientinnen und Patienten haben ein Recht darauf, umfänglich über die Qualität eines Krankenhauses aufgeklärt zu werden. Ausreichende Informationen sind wichtig, damit sich Betroffene den besten Ort für ihre Therapien oder Operation aussuchen können.“

Der Bundestag hatte beschlossen, dass das Transparenzverzeichnis aufführt, wie viele Operationen das Krankenhaus bei bestimmten Fällen schon durchgeführt hat, wie viel Arzt- und Pflegepersonal es vorhält oder wie hoch die Komplikationsrate bestimmter Eingriffe war. Außerdem werden Kliniken in dem Register in Versorgungsstufen (Level) eingeteilt, die anzeigen, welche Leistungen das Krankenhaus erbringt und wie viele es davon im Erhebungszeitraum durchgeführt hat. Der Bundesrat hatte die Zuordnung in die Leistungsgruppen beanstandet. Ebenfalls in der Kritik: Der Plan, die Fallzahlen eines Krankenhauses im Internet zu veröffentlichen, erläutert der VdK in einer Presseinformation.

„Es darf zu keiner Absenkung der Informationsstandards für das Transparenzregister kommen“, mahnt Verena Bentele. „Je mehr Informationen den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen, desto fundierter können sie eine Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Klinik treffen. Vor allem die Anzahl der durchgeführten Behandlungen in einem Krankenhaus ist eine Kennzahl, die für Patientinnen und Patienten wichtig ist. Sie befähigt Betroffene, die Qualität einer bestimmten Operation einschätzen zu können.“