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Klettern feiert Premiere

Junger Mann klettert in einer Halle an einer  Kletterwand herauf
Tim Krupinski SO Kletterer aus Thueringen
Foto: SOD / Christian Seeling

WEIMAR (kobinet) Zum ersten Mal gingen Sportkletterer bei Olympischen Spielen vor drei Jahren an den Start. Jetzt findet in der EnergieWände Kletterhalle der DAV Sektion Weimar ebenfalls eine Premiere statt: Klettern ist erstmals Teil der Special Olympics Nationalen Winterspiele, den Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung. Klettern ist, wie übrigens auch Tanzen und Floorball, vor allem ins Programm der Winterspiele gerückt, weil es deutlich weniger Winter- als Sommer-Sportarten gibt.

Was das Klettern als SO-Wettbewerb betrifft ist Deutschland Vorreiter. Seit drei, vier Jahren werden bereits Wettbewerbe angeboten, unter anderem die Anerkennungswettbewerbe, bei denen sich die Athletinnen und Athleten für die Nationalen Spiele qualifizieren können. International ist Klettern noch nicht im Wettkampfprogramm, auch nicht bei den Winter-Weltspielen 2025 in Turin, was hier sehr bedauert wird. Denn Klettern ist eine ideale Sportart für Special Olympics, fordert Körper und Geist, Koordination und Konzentration, entwickelt Selbstvertrauen und Vertrauen in andere.

„Es ist ja nicht nur dieses Hochkraxeln“, sagt Elisabeth Bock, Trainerin bei der Sektion Weimar im Deutschen Alpenverein (DAV). „Das Köpfchen ist gefragt. Man muss beim Klettern ganz schön mitdenken.“ Und Hände, Füße und Kopf koordinieren. „Am Anfang fällt das manchen schwer. Aber es ist so schön, dass wir gute Entwicklungen und große Fortschritte erleben“, sagt Bock.