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Handreichung erklärt Bedienung von Videokonferenzsystemen

Logo des DBSV
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Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat eine umfassende Anleitung veröffentlicht, die blinden und sehbehinderten Menschen beschreibt, wie sie mit Hilfstechnologien erfolgreich Videokonferenzsysteme nutzen können. Die Handreichung eignee sich sowohl für Menschen, die einen Einstieg in Videokonferenzen suchen, als auch für diejenigen, die schon über Erfahrungen verfügen und ihr Wissen vertiefen möchten, heißt es im Newsletter dbsv-direkt.

Zunächst werden die notwendigen Vorbereitungen beschrieben, die blinde und sehbehinderte Menschen vor ihrer ersten Videokonferenz treffen sollten. Es folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den Grundlagen anhand der Videokonferenzsysteme Zoom, Teams und Webex, wie Mikrofon und Kamera aktivieren bzw. deaktivieren oder Hand heben bzw. senken. Der Leitfaden enthält auch praktische Tipps zur Ausrichtung der Kamera und zu hilfreichen Tastenkombinationen. Im dritten Teil werden die erweiterten Funktionen von Videokonferenzsystemen vorgestellt, um selbst eine Videokonferenz zu eröffnen und administrativ zu betreuen, heißt es in dbsv-direkt.

In die Handreichung sind die zahlreichen Erfahrungen eingeflossen, die im Projekt „Virtuelle Teilhabe in Bildung, Beruf, Ehrenamt und Freizeit durch barrierefreie Nutzung von Videokonferenzen“ gesammelt wurden. So wurden in diesem Projekt Barrierefreiheitstests zu Videokonferenzsystemen durchgeführt und blinde und sehbehinderte Menschen zu ihren Nutzungserfahrungen befragt. Zudem nahmen insgesamt 149 blinde und sehbehinderte Menschen an 16 Grundlagen- und Spezial-Schulungen teil. Auch ihre Nachfragen und Rückmeldungen in diesen Schulungen bereichern nun die neue Handreichung zu Videokonferenzsystemen.

Die Handreichung gibt’s unter:

www.dbsv.org/videokonferenzen.html#handreichung

Alle anderen Ergebnisse des Projekts sind veröffentlicht unter:

www.dbsv.org/videokonferenzen.html

„Das DBSV-Projekt ist nun beendet. Wir bedanken uns bei unserem Kooperationspartner, der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) sowie der projektbegleitenden Fokusgruppe, die die verschiedenen Perspektiven von blinden und sehbehinderten in Beruf, Bildung und Ehrenamt zusammenbrachte und auch durch die Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund) unterstützt wurde. Das Projekt wurde von der Aktion Mensch und der DAK-Gesundheit gefördert“, heißt es vonseiten des DBSV.