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Teilhabe in der Entwicklungszusammenarbeit gestalten

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Bremen (kobinet) Unter dem Motto "Teilhabe in der Entwicklungszusammenarbeit gestalten" machten die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen (LAGS) und das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk am 12. Oktober 2023 mit einer öffentlichen Aktion vor der Bremer Bürgerschaft auf das Thema aufmerksam und übergaben ein Forderungspapier an die Präsidentin der Bremer Bürgerschaft Antje Grotheer. "In einer inklusiven Gesellschaft könnten alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben. Ein kurzer Blick in die eigenen Arbeitsbereiche, in Schulen, Vereine oder Nachbarschaften zeigt: Von diesem Ideal sind wir - trotz 15 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention – noch weit entfernt", heißt es in der Presseinformation der Verbände.

In Bremen haben die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen und das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk ein Forderungspapier entwickelt, das Politik und Verwaltung auffordert, die Möglichkeiten zur Teilhabe beeinträchtigter Menschen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern. „Teilhabe und Barrierefreiheit haben im Globalen Norden bislang bessere Rahmenbedingungen als im Globalen Süden. Das müssen wir ändern, doch Erfolg hat das nur, wenn der Norden das Erfahrungswissen des Südens federführend einbindet. Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit Partner:innen in der ganzen Welt sehr wichtig.“, so Mamadou Gayo Balde, Leiter des ersten LAGS-Auslandsprojektes in Guinea.

Konkret fordern die Organisationen, dass Bremen eine Vorreiterrolle einnimmt, um richtungsweisend für andere Bundesländer zu sein. Etwa indem in den Austausch mit den Partnerstädten Bremens und Bremerhavens behinderte Menschen einbezogen und deren know-how berücksichtigt wird, oder indem der Senat das Thema als Querschnittsaufgabe mehrerer Ressorts definiert und finanzielle Mittel für die Umsetzung bereitstellt.