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Gewaltgefahr: AbilityWatch fordert Abschaffung von Wohnheimen für behinderte Menschen

Constantin Grosch im E-Rolli
Constantin Grosch im E-Rolli
Foto: privat

Berlin (kobinet) "Der Verein AbilityWatch fordert mehr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung. Der Vorstandsvorsitzende Constantin Grosch kritisierte im Deutschlandfunk Kultur, dass vor allem Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung in vielen Teilen Deutschlands oft keine Alternative zu Wohnheimen hätten. In dieser Wohnform gebe es aber Machthierarchien und Abhängigkeitsverhältnisse, so dass es leicht zu Gewalt kommen könne, so Grosch. Es fehle der Blick von außen, vor allem, da diese Menschen auch sehr selten auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig seien. Die Betroffenen hätten bei psychischer und physischer Gewalt oft keine Möglichkeit, sich Hilfe zu holen", heißt es in einem Bericht des Deutschlandfunks.



Link zum Bericht des Deutschlandfunks

Vor allem im Vorfeld der Staatenprüfung Deutschlands vor dem Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen am 29./30. August 2023 hat diese Forderung eine besondere Bedeutung. Denn der Ausschuss hatte Deutschland bereits bei der ersten Staatenprüfung im Jahr 2015 ins Stammbuch geschrieben, exkludierende Wohnformen zugunsten inklusiver Wohnformen mitten in der Gemeinde umzuwandeln.