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Matthias Rösch: Inklusiver Arbeitsmarkt ist gemeinsamer Auftrag

Foto zeigt Matthias Rösch
Matthias Rösch
Foto: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) "Inklusion ist eine Aufgabe für alle Akteure des Arbeitsmarkts. Das ist unser gemeinsamer Auftrag aus Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention. Alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind daher aufgefordert, mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und mindestens die Beschäftigungsquote zu erfüllen.“ Darauf wies der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch im Hinblick auf die vor kurzem verabschiedete Erfurter Erklärung der Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes.

„Menschen mit Behinderungen sind häufiger arbeitslos, verbleiben länger in der Arbeitslosigkeit und haben nur geringe Chancen auf einen Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“, erklärte Matthias Rösch weiter. Daher fordern die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen in der Erfurter Erklärung die Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes bis 2030.

Für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und einen inklusiven Arbeitsmarkt brauche es weitere Schritte, betonte Rösch. „Die in der Erfurter Erklärung enthaltenen Maßnahmen setzen hier an den richtigen Stellen an.“ Dazu gehöre die Stärkung von Inklusionsbetrieben, die Entwicklung eines Konzepts zur Überführung der Werkstätten für Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt und Verbesserungen bei der Unterstützung für Betriebe und Menschen mit Behinderungen.

Die Erfurter Erklärung wurde beim Treffen der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern am 3./4. November verabschiedet. Den Text der Erfurter Erklärung steht hier zum Download bereit.