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Netzwerk fordert Angleichung der Rechte pflegender Angehöriger an die von Eltern

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

BERLIN (kobinet) Zum heutigen 3. „European Carers Day“, dem europäischen Tag der pflegenden Angehörigen, setzt sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in einem Bündnis mit weiteren Sozialverbänden für mehr Anerkennung und Unterstützung der von Angehörigen geleisteten Pflegearbeit ein.

Die Vorstandsvorsitzende des SoVD, Michaele Engelmeier, hebt bei diesem Anlass hervor: „80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt und das hauptsächlich durch Angehörige, vor allem durch Frauen. Ohne diesen ‚Pflegedienst der Nation‘ würde unser Gesundheitssystem zusammenbrechen. Angehörige dürfen aufgrund ihrer Pflegebereitschaft nicht benachteiligt werden. Außerdem dürfen steigende Preise nicht zu einer Absenkung des Leistungsniveaus in der Pflege führen. Mit dieser Aktion rückt unser Netzwerk pflegende Angehörige in den Fokus.“

Das Netzwerk dieser Sozialverbände, zu dem neben dem SoVD auch der VdK, die Deutsche Alzheimer Gesellschaft sowie die Vereine „wir pflegen“ und „Pflegende Angehörige“ gehören, richtet an diesem Tag daher drei ganz konkrete Forderungen an die Politik. „Die Modelle der Pflegezeiten müssen dringend weiterentwickelt und an die Elternzeit angeglichen werden. Wir brauchen auch eine finanzielle Absicherung während der Pflegezeit, so wie beim Elterngeld. Und es muss einen Rechtsanspruch auf Tagespflege geben, die Kosten sind hier von der Pflegeversicherung zu tragen“, so Engelmeier.