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Selbstbestimmt zum Sport und Kultur

Logo: mdr Selbstbestimmt
Startbild der mdr-Sendung "Selbstbestimmt"
Foto: mdr

Leipzig (kobinet) In der nächsten Ausgabe des mdr-Fernsehmagazins Selbstbestimmt, das am Sonntag, den 10. Juli ab 8:00 Uhr im mdr ausgestrahlt wird, geht es u.a. um die Nationalen Spiele der Special Olympics in Berlin und um inklusive kulturelle Angebote.

Die Special Olympics Nationale Spiele in Berlin

Sie sind das größte inklusive Sportevent des Jahres: die Special Olympics Nationalen Spiele Berlin 2022. Rund 4.000 Athlet*innen mit und ohne geistiger Behinderung treten in 20 Sportarten an. Moderator Martin Fromme stürzt sich mitten ins Getümmel, trifft verschiedene Sportler*innen und erfährt mehr über Ursprung und Idee dieser besonderen Veranstaltung. Die Botschaft der Nationalen Spiele geht zudem weit über das Sportliche hinaus, denn die Spiele sind auch eine Demonstration für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung. Und sie sind ein großes Fest der Begegnung und des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung, heißt es in der Ankündigung der Sendung.

„Gemeinsame Leidenschaften" - eine inklusive Kunstausstellung

Inklusion unter Kulturschaffenden ist nach wie vor eine Herausforderung - vor allem fehlt es an Sichtbarkeit. Der Verein Club 68 Köln - ein Verein für behinderte und nichtbehinderte Menschen - will das ändern und plant jährlich Kunstausstellungen in Köln, in der Künstler*innen mit und ohne Behinderung ihre Werke zeigen. Aktuell wird die Ausstellung „Gemeinsame Leidenschaften" vorbereitet. Der Fotografin Anke Steinbrügge und der Malerin Lily Eben - beide contergangeschädigt - ist es wichtig, dass ihre Kunst aufgrund ihrer Qualität gekauft wird und nicht aus Mitleid. Bei der Ausstellung ist auch René Böll dabei, Sohn von Schriftsteller Heinrich Böll, Maler und Poet. Er freut sich auf das inklusive Projekt: „Hier werden wir uns auf Augenhöhe begegnen, denn wir alle sind Künstler, egal ob behindert oder nicht."

Das inklusive Schauspielstudio in Wuppertal

Sie wollen auf der Bühne stehen und zeigen, was sie können: Menschen mit Behinderung wie Yulia Yàñez Schmidt und Tim Alberti. Beide haben ihre Ausbildung am inklusiven Schauspielstudio in Wuppertal absolviert und spielen jetzt in Produktionen des Wuppertaler Theaters mit. Das inklusive Studio gibt Menschen mit Behinderung die Gelegenheit, sich bis zur Bühnenreife zu qualifizieren. Es ist ein bundesweit herausragendes Projekt, das vielleicht auch andere Bühnen zu mehr Teilhabe und sichtbarer Inklusion ermutigt.

Die Neue Norm - Raul Krauthausen zum Thema Kunst

In seiner Fernsehkolumne "Die Neue Norm" spricht Aktivist Raul Krauthausen über die Bedeutung der Kunst und Kultur für eine inklusive Gesellschaft. Denn ein gleichberechtigter und respektvoller Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung kann nicht per Gesetz verordnet werden. Vielmehr braucht es vor allem auch mehr Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung, um nachhaltige Veränderungsprozesse in der Gesellschaft anzustoßen.

Mehr Informationen unter www.mdr.de/selbstbestimmt

Leipzig (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbfw890