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Werkstattentlohnung weiter in der Kritik

Plakat zur Rente in WfbMs mit Bild von Lukas Krämer
Plakat zur Rente in WfbMs mit Bild von Lukas Krämer
Foto: Lukas Krämer

Trier (kobinet) Lukas Krämer, der es selbst geschafft hat, den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit Unterstützzung des Budget für Arbeit zu gehen, lässt in seiner Kritik am System der Werkstätten mit seinen mageren Vermittlungsquoten und der geringen Entlohnung nicht locker. Auf Twitter hat er sich nun mit einem Plakat dem Thema Rente nach 20 Jahren in der WfbM gewidmet und seine Forderung nach einem Mindestlohn in Werkstätten bekräftigt.

"Wie viel Rente bekommt man nach 20 Jahren WfbM, wenn man bereits 20 Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet hat?" Dieser Frage widmet sich Lukas Krämer mit einem über Twitter verbreiteten Poster mit ihm. Die Antwort liefert er selbst: "Man bekommt eine Rente in Höhe von 800 bis 900 € aber bis dahin muss man für ein Hungerlohn arbeiten gehen!"

"Das finde wir unfair! Daher fordern wir ein Mindestlohn für Menschen mit Behinderung", so die über Twitter verbreitete Forderung von Lukas Krämer.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Herbst 2021 den ersten Zwischenbericht einer Studie über das Entgeltsystem in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) vorgelegt. Darin wird für das Jahr 2019 ein durchschnittliches monatliches Entgelt von 220,28 Euro angegeben.

Link zum kobinet-Interview mit Ulrich F. Scheibner von der virtuellen Denkwerkstatt zum Entgeltsystem in den Werkstätten für behinderte Menschen vom 3. November 2021

Trier (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sefmnst


Lesermeinungen


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2 Lesermeinungen
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Uwe Heineker
28.02.2022 17:52

Bei aller berechtigter Kritik am System der Werkstätten: der breiten Öffentlichkeit sind die Machenschaften, Hintergründe und Strukturen dieser Einrichtungen weitgehend unbekannt und verborgen - deshalb bleibt deren Empörung sowie Druck auf die Politik leider aus

Marion
28.02.2022 14:53

Hier wäre mehr Analyse als kontraproduktive Beiträge, das Mittel um erfolgreich zu sein.