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Kinderhilfswerk fordert Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Anlässlich des heutigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit fordert das Deutsche Kinderhilfswerk nachdrücklich in seinem Appell an Bund, Länder und Kommunen, eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. Wichtig ist aus Sicht der Kinderrechtsorganisation dabei eine umfassende Kinder- und Jugendbeteiligung an diesem Prozess sowie ein ressortübergreifender Ansatz.

Eine solche Gesamtstrategie muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes neben monetären Leistungen auch ein starkes Augenmerk auf infrastrukturelle Bedingungen zur Unterstützung von Familien und ihren Kindern legen.

Die Kinderarmut in Deutschland kann nach Einschätzung des Deutschen Kinderhilfswerkes nur dann effizient und nachhaltig bekämpft werden, wenn alle Maßnahmen zu diesem Zweck in einem Gesamtkonzept verknüpft und mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet werden.

"Die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland muss im Bundeshaushalt deutlich stärker priorisiert werden. Referenz bei allen Maßnahmen und Programmen muss ein gutes Aufwachsen und die Teilhabe aller Kinder sein. Nur so wird armen Kindern das vom Bundesverfassungsgericht geforderte Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben möglich. Wir sehen aktuell beispielsweise, dass die stark steigenden Lebensmittel- und Energiepreise gravierende Auswirkungen auf arme Familien und ihre Kinder haben. Zugleich planen nach Medienberichten in den kommenden Monaten mehr als zwei Drittel der Nahrungsmittelhersteller weitere Preisanhebungen. Als erste Maßnahmen hofft das Deutsche Kinderhilfswerk deshalb auf eine schnelle Umsetzung des vom Bundesfamilienministerium angekündigten Sofortzuschlags für arme Familien und ihre Kinder. Dabei wird es darauf ankommen, diesen Sofortzuschlag ausreichend hoch anzusetzen. Bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland muss Schluss sein mit den kleinen Trippelschritten, die den armen Kindern letztlich kaum etwas bringen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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