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Schluss mit medizinischen Vor-Urteilen in Triage-Situationen

Poster der ISL zur Triage - Text wird im Beitrag beschrieben
ISL-Poster zur Triage: Text wird im Beitrag beschrieben
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Mit einer Posteraktion weist die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) angesichts der aktuellen Debatte zu Diskriminierungen im Falle einer Triage darauf hin, dass Mediziner*innen schon oft mit ihren "Vor-Urteilen" bei behinderten Menschen falsch lagen. Unter dem Motto "Schluss mit medizinischen Vor-Urteilen in Triage-Situationen" wirbt die Selbstvertretungsorganisation dafür, dass die Triage-Diskussion nicht vorrangig von medizinischen Aspekten sondern von menschenrechtlich-ethischen Betrachtungen geprägt wird. Vor allem fordert die ISL die konsequente Beteiligung von Selbstvertreter*innen bei der Schaffung entsprechender Regelungen zur Nichtdiskriminierung für den Fall einer Triage.

"Schluss mit medizinischen Vor-Urteilen in Triage-Situationen!" heißt es daher auf dem u.a. über Twitter verbreiteten Poster der ISL. Und weiter heißt es dort verbunden mit Bildern einer Person vom Baby-Bett, über die Jugend bis zum heutigen Bild einer 61jährigen Person:

"Als ich vier Jahre alt war, sagten sie, ich würde nur 10 werden.

Als ich 10 Jahre alt war, sagten sie, ich würde keine 18 werden.

Als ich 18 Jahre alt war, sagten sie, ich würde nicht mehr lange leben.

Heute bin ich 61!"

Link zum Tweet der ISL mit dem Poster

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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