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Neuer Verein für politische Teilhabe in Nordrhein-Westfalen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Wuppertal/Dortmund (kobinet) Der direkte Einfluss von Menschen mit Behinderung auf politische Entscheidungsprozesse in der Kommune ist in der Regel gering. Dies zu ändern und um Kräfte zu bündeln, hat sich der neue Verein "Politisch Selbstbestimmt Leben NRW“ vorgenommen. "Wir wollen die volle und wirksame politische Teilhabe von allen Menschen mit Behinderung fördern“, unterstreicht Wolfgang Bennewitz das Ziel des neuen nordrhein-westfälischen Vereins.

Wolfgang Bennewitz ist zugleich Vorsitzender der Behindertenvertretung der Stadt Lünen. Er möchte nicht mehr über Teilhabe und Barrierefreiheit diskutieren müssen. "Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in politische Prozesse einbezogen werden,“ betont Bennewitz.

Entstanden ist die Idee aus einem nordrhein-westfalen-weiten politischen Netzwerk heraus, welches das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Düsseldorf initiiert hat. Das KSL Arnsberg mit Sitz in Dortmund begleitet den Entstehungs- und Gründungsprozess des Vereins ebenfalls sehr eng. Neben Wolfgang Bennewitz wählten die Gründungsmitglieder Antje Baukhage (1. stellvertretende Vorsitzende), Gerhard Naschke (2. stellvertretender Vorsitzender) und Emanuel Stadler (Schatzmeister) in den Vorstand von "Politisch Selbstbestimmt Leben NRW“. Die konstituierende Sitzung fand am 29. Januar 2022 im inklusiven Kulturzentrum "Färberei“ in Wuppertal statt.

Um das Ziel – die volle und wirksame politische Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu erreichen – werden die Vereinsmitglieder aktiv am politischen Geschehen mitwirken, beispielsweise durch persönliche Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, Informationsveranstaltungen und Diskussionsrunden. Grundlage dabei ist der Artikel 29 der UN-Behindertenrechtskonvention: Die Vertragsstaaten garantieren Menschen mit Behinderungen die politischen Rechte und die Möglichkeit, diese gleichberechtigt mit anderen zu beanspruchen.

Melanie Schulte-Braucks und Elmar Goepel von der People First-Gruppe "Chicco – We are one“ aus Dortmund sind beide Gründungsmitglieder und gewählte Beisitzer im Vorstand des neuen Vereins. Sie freuen sich auf ein konstruktives Miteinander und eine Begegnung auf Augenhöhe. "Wir wollen den Leitspruch 'Nicht über und ohne uns, sondern mit euch und alle gemeinsam' mit Leben erfüllen“, sagt Melanie Schulte-Braucks. "Wichtig ist mir, im politischen Bereich mitzuhelfen“, ergänzt Elmar Goepel. "Mir ist es zum Beispiel ganz wichtig, dass bei politischen Veranstaltungen mehr Rücksicht auf die Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten genommen wird.“

Der Verein freut sich über weitere Mitstreiter*innen. Interessierte wenden sich an Wolfgang Bennewitz, E-Mail: [email protected] oder Jörg Rodeike vom KSL Düsseldorf. E-Mail: [email protected].

Weitere Informationen zum KSL Arnsberg:
www.ksl-arnsberg.de

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