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Landesweite Aktionswoche „Armut bedroht alle“ in Baden-Württemberg

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Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg warnt vor einer Verschärfung der Armut als Folge der Corona-Pandemie. Nach den Zahlen des Statistischem Landesamtes waren im Jahr 2019 insgesamt 15,6 Prozent der Menschen dieses Bundeslandes armutsgefährdet. Das ist nahezu jeder Sechste in Baden-Württemberg. Besonders betroffen sind geringfügig Beschäftigte sowie junge Menschen, die coronabedingt nicht den Einstieg ins Berufsleben finden.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen nimmt nach den Angaben der Statistik massiv zu und droht, sich zu verfestigen. Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg warnt deshalb zum Auftakt der landesweiten Aktionswoche „Armut bedroht Alle“, die vom 18. bis zum 22. Oktober stattfindet vor einer drastischen Verschärfung der Armut durch die Folgen der Corona-Pandemie.

Der Verband begrüßt das Vorhaben der Landesregierung aus dem Koalitionsvertrag, eine Enquete-Kommission zur Abmilderung der Corona-Folgen insbesondere für Kinder, Jugendliche und Familien einzurichten, fordert aber die Beteiligung der Wohlfahrtsverbände. „Corona hat auf soziale Schieflagen wie ein Brennglas gewirkt. Jahrelang verdrängte Probleme, von der Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte bis hin zur Bildungsungerechtigkeit, werden jetzt zu Tage gefördert“, sagt Deborah Castello von der Leitung Stabsstelle Grundsatzfragen und Lobbyarbeit beim PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg.

„Jetzt stößt eine zunehmende Zahl von Erwerbslosen auf ein soziales Sicherungssystem, das bereits vor Corona nicht vor Armut schützte und dessen Schwächen nun noch deutlicher werden“, so Castello weiter.

„Auf Bundesebene kämpfen wir daher nach wie vor für eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze in Hartz IV und der Altersgrundsicherung (nach aktuellen Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle auf mindestens 644 Euro), einen sozialen Arbeitsmarkt für alle, die Einführung einer Kindergrundsicherung sowie Reformen von Arbeitslosen- und Rentenversicherung“, erläutert Castello.

STUTTGART (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgiqtx7