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Gehörlosen- und Taubblindengeld für Hessen geplant

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Foto: Irina Tischer

Wiesbaden (kobinet) Seit mehr als 70 Jahren gibt es in Hessen schon das Blindengeld. Nun plant die hessische Landesregierung auch die Einführung eines Gehörlosen- und Taubblindengeldes. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde bereits in erster Lesung im hessischen Landtag beraten, wie die Landesbehindertenbeauftragte von Hessen Rika Esser in einer Rundmail mitteilte. Dem Gesetzentwurf zufolge ist ein Gehörlosengeld von 150 Euro und ein Taubblindengeld von 1.300 Euro für Hessen vorgesehen.

"Wir stehen für ein Hessen, das niemanden ausgrenzt; für ein Hessen, in dem jede und jeder seinen oder ihren Platz finden kann; für die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Gesellschaft“, sagte Sozial- und Integrationsminister Kai Klose in seiner Rede zur ersten Lesung des Gesetzes zur Teilhabe von Menschen mit Sinnesbehinderungen im hessischen Landtag. Das Gesetz soll künftig eine Lücke schließen: Zwar wurde schon vor mehr als 70 Jahren ein Blindengeld eingeführt, das später in das Landesblindengeldgesetz mündete, das seit 2011 in Kraft ist. Doch nicht nur sehbehinderte Menschen müssten in ihrem Alltag erhebliche Hürden überwinden. Mindestens vergleichbarer Mehraufwand bestehe für gehörlose und ganz besonders für taubblinde Menschen, für die bislang aber kein finanzieller Ausgleich geleistet worden sei, heißt es vonseiten des Ministers.

"Mit der Einführung eines Gehörlosen- und eines Taubblindengelds gehören wir zu den bundesweiten Vorreitern. Mit einem Gehörlosengeld in Höhe von 150 Euro pro Monat und einem monatlichen Taubblindengeld in doppelter Höhe des Blindengelds – das sind rund 1.300 Euro im Monat – werden wir im Ländervergleich viel leisten“, erklärte Kai Klose.

Link zur Presseinformation des hessischen Sozialministeriums zum Gesetzentwurf

Wiesbaden (kobinet) Kategorien Nachricht

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