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3 Filme ohne Worte zum Protest

Kamera mit Kameramann vor den 2 Darstellern mit Gebärdendolmetscher
Bei den Dreharbeiten
Foto: Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemeinnützige GmbH

Berlin (kobinet) Die Lebenshilfe sowie die Vereine der Lebenshilfe Lüneburg und dem LK Harburg haben gemeinsam mit Menschen mit Behinderung drei Protestvideos gedreht, die auf künstlerische Weise alltägliche Diskriminierungserfahrungen thematisieren. Der Videodreh ermöglicht Menschen mit Behinderung eine Teilnahme am Protesttag und lässt ihre Anliegen – gerade auch in Pandemie-Zeiten – sichtbar werden. Das Besondere an den Videos ist, dass die Interviewten fast ohne Worte auf die Fragen antworten, sondern nur mit Gestik, Mimik und mit Hilfe von Kostümierungen und Requisiten.

Wie geht es eigentlich Menschen mit Behinderungen in der Hansestadt Lüneburg und in den Landkreisen Lüneburg und Harburg? Wie weit ist es mit der Inklusion und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Alltag gekommen? Diese Fragen stellt die Lebenshilfe Lüne-burg-Harburg anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

Die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg hat drei ca. zweiminütige Protest-Videos gedreht und dabei auf künstlerische Weise alltägliche Diskriminierungserfahrungen thematisiert. Schauspieler*in-nen der drei Theatergruppen der Werkstätten der Lebenshilfe in Lüneburg, Winsen und Tostedt beantworten in den Videoclips kurze Fragen wie: „Wie fühlt es sich an, wenn alle im Raum ge-siezt werden, aber Sie werden geduzt?“ oder „Was macht ihnen mehr Probleme im Alltag: Ihre Behinderung selbst oder wie Mitmenschen darauf reagieren?“ oder „Wären Sie gerne normal?“

Die Antworten darauf kommen (fast) ohne Worte aus und sind bewegend direkt und eindeutig!

„Der Videodreh ermöglicht Menschen mit Behinderung eine Teilnahme am Protesttag und lässt ihre Anliegen – auch in Pandemie-Zeiten – sichtbar werden.“, erklärt Stefan Schliephake. „Das Besondere an den Videos ist, dass die Interviewten fast ohne Worte auf die Fragen antworten, sondern nur mit Gestik, Mimik und mit Hilfe von Kostümierungen und Requisiten.“ ergänzt der Theaterpädagoge der Werkstätten. Alle gesprochenen Wörter werden in Gebärdensprache übersetzt und untertitelt, sodass sie möglichst für alle Menschen zugänglich sind.

Zu sehen sind die Videos ab dem 5. Mai auf der Homepage der Lebenshilfe www.lhlh.org.

Matthias Farr, Geschäftsführer der Lebenshilfe erläutert: „Wir in der Lebenshilfe leben und arbei-ten nach dem Grundsatz: Es ist normal, verschieden zu sein (R. von Weizäcker). Menschen mit Behinderungen sollen ihr Recht auf gleichberechtigte Teilhabe einlösen können, denn Vielfältig-keit bereichert das gesellschaftliche Leben.“

Ellen Kühn als Vorsitzende des Lebenshilfeverein Landkreis Harburg und Dagmar Pitters als Vorsitzende des Lebenshilfeverein Lüneburg weisen noch eindrücklich darauf hin, dass jede*r aktiv gefragt ist, diese lebendige Vielfalt des Miteinander zu gestalten.

Neue Bestrebungen der Politik, z.B. die angekündigte Pflegereform 2021 lassen die Lebenshilfe und andere Fachverbände empört und sorgenvoll in die Zukunft blicken. Sie wirkt eher wie eine Rolle rückwärts!

Vieles hat sich für Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung verbessert. Aber von der wirklichen Inklusion sind wir noch weit entfernt – gesellschaftlich und politisch.

Hier die 3 Filme

1. Ohne Worte – Mitmenschen https://youtu.be/C5GPeFeWn5I

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Protestclip der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg: Ohne Worte – Mitmenschen

2. Ohne Worte – Mitbestimmung https://youtu.be/dmQgK2i8Hz4

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Protestclips der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg: Ohne Worte – Mitbestimmung

3. Ohne Worte – Mit Unverständnis https://youtu.be/j5tNAPeQ_-w

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Protestclips der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg: Ohne Worte – Mit Unverständnis

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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