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SoVD: Belange von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen

Foto zeigt Sebsstian Freese
Sebastian Freese engagiert sich für mehr Barrierefreiheit
Foto: Christian Draheim

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ruft den Mai zum Themenmonat für Menschen mit Behinderungen aus. Vor dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai hat heute der 1. Bundesvorsitzende der SoVD-Jugend, Sebastian Freese, den Wunsch geäußert, "dass die Belange von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen von der Politik endlich ernst genommen werden."

"Vor allem hoffe ich aber, dass die Corona-Pandemie nicht dazu führt, dass am Ende beim Thema Inklusion gespart wird. Gerade die schulische Inklusion ging schon vor Corona nur sehr schleppend voran. Hier wünsche ich mir ganz klar ein deutliches politisches Signal“, sagt Freese.

Auch beim Thema Teilhabe am Arbeitsleben müsse es mehr Entschlossenheit der Politik geben. „Leider hat die Bundesregierung diesbezüglich gerade eine große Chance vertan. Dass die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigte Erhöhung der Ausgleichsabgabe nicht mit ins Teilhabestärkungsgesetz aufgenommen wurde, ist für uns eine große Enttäuschung“, so Freese. 43 000 Unternehmen, also ein Viertel, aller Betriebe, die fünf Prozent Menschen mit Behinderungen beschäftigen müssten, beschäftigen null Prozent.

Freese ist selber schwerbehindert und hat erlebt, wie schwer es ist, mit einer Beeinträchtigung auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Nach meiner Ausbildung habe ich fünf Jahre lang Bewerbungen geschrieben. Letztlich war es aber immer das gleiche. Entweder die Arbeitgeber haben gar nicht geantwortet oder sie haben mir mitgeteilt, dass sie sich für wen anderes entschieden haben. Zweimal war ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Vor Ort waren die Beteiligten dann aber sehr überrascht, als sie gesehen haben, dass ich im Rollstuhl sitze, obwohl das im Bewerbungsschreiben stand.“

Für die Zukunft wünscht sich Freese, dass mehr der Mensch und weniger die Behinderung im Mittelpunkt steht. „Ich wünsche mir, dass Menschen mit Behinderungen öfter eine Chance bekommen, sich zu beweisen.“

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saefgl0

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