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Endlich geimpft

Foto zeigt Journalist mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Heute der zweite Pieks in den Oberarm. Am kommenden Dienstag, sagt die Ärztin, entfaltet der Impfstoff die volle Schutzwirkung gegen den Virus. Unangenehme Nebenwirkunen keine. Darum mal ein positiver Bericht des Berliner kobinet-Korrespondenten. Der soll aber nicht über die ungelösten Probleme von behinderten Menschen hinwegtäuschen, die weiter auf einen Impftermin warten.

Nach der Einladung zur Corona-Impfung vom 22. Februar lief alles glatt und unkompliziert. Unter der im Brief angegebenen Hotline waren binnen weniger Minuten zwei Termine vereinbart. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung spendierte Taxifahrten zum Impfzentrum und zurück.

Die Schlange vor dem Impfzentrum in der Arena, dem einstigen Busdepot am Treptower Park, das vor der Pandemie als Schauplatz von Rockkonzerten bekannt wurde, löste sich rasch auf. Gratis gab's eine FFP2-Maske - Vorschrift in der Halle.

In der kurzen Wartezeit nach Temperaturmessung und Anmeldung war in meiner Berliner Zeitung gerade noch zu lesen, dass bis zum 23. März 630.000 Berliner zur Erstimpfung eingeladen wurden. Aber nur 363.000 haben diese Einladung angenommen.

"Fast die Hälfte stellt sich also tot, wartet gleichgültig ab, gefährdet sich, Freunde, Verwandte und Kollegen", so heute der Historiker Götz Aly in seiner Kolumne für das Hauptstadt-Blatt.

"Wahrscheinlich sind das oftmals dieselben bestens bekannten Pappenheimer", meint Aly, "die tagtäglich zusammen mit der Bildzeitung, dem Spiegel und seit Wochen auch gemeinsam mit Oliver Welke über das Corona-Management der Regierung herziehen und in maßloser, dumpfer Weise gegen Angela Merkel blöken ..."

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/shjmnr5