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Lünen erhält neue Förderschule

Logo: Eine Schule für alle NRW
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Foto: NRW-Bündnis Eine Schule für alle

KÖLN (kobinet) Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland vor zwölf Jahren verpflichtet, ein inklusives Schulsystem aufzubauen. Dessen völlig ungeachtet sollen in Lünen im Landkreis Unna Millionenbeträge für den Bau einer zusätzlichen dritten Förderschule Geistige Entwicklung ausgegeben werden. Dies hat jetzt der Kreistag fast einstimmig beschlossen.

Der Antrag für diesen Schulbau wurde von der SPD-Kreistagsfraktion zusammen mit den Grünen gestellt. Mit nur zwei Gegenstimmen (1 von der CDU und 1 von den Grünen) wurde diesem Antrag zugestimmt.

Die SPD begründet den Antrag auf Einrichtung einer dritten Förderschule zusammen mit den Grünen damit, dass Eltern die Förderschule gegenüber dem Angebot zum gemeinsamen Lernen bevorzugen. Damit verstecken sich die Antragsteller nach Auffassung des NRW-Bündnisses "Eine Schule für alle" hinter dem sogennanten Elternwillen sowie den bildungspolitischen Versäumnisse auf der Ebene des Landes und des Kreises. Diese zwingen viele Eltern von Kindern mit Behinderungen angesichts der schlechteren Bedingungen in den allgemeinen Schulen dazu, die Sonderschulen zu wählen.

"Offensichtlich nehmen die Befürworter*innen des Neubaus die UN-Konvention nicht ernst", stellt Uta Kumar vom NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" fest. "Deutschland hat durch die UN-Konvention die völkerrechtliche Verpflichtung und den Auftrag, das Sonderschulsystem abzubauen und die Regelschulen so auszustatten, dass alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen in einer qualitativ hochwertigen Lernumgebung gemeinsam lernen und gefördert werden.“

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