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Sorgen wegen verändertem Ticket-Verkauf bei der Bahn

Dekoration - DB-Logo - weißer Untergrund, rote Buchstaben DB und roter Randin einem Wartebereich
Dekoration - DB-Logo in einem Wartebereich
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

BERLIN (kobinet) Die Deutsche Bahn stellt in der nächsten Zeit den Verkauf von Papiertickets im Zug ein. Davon hatte kobinet-Leser Martin F. aus den Medien erfahren. Bei dieser Information gab es jedoch keine Auskunft darüber , wie dann mit den Fahrkarten für sehbehinderte Fahrgäste verfahren wird. Diese Frage reichte unser Leser an die kobinet-Redaktion weiter. Wir haben dazu eine erste Antwort von der Deutschen Bahn erhalten.

Martin F. hat eine fortschreitende Sehbehinderung und reist, gemäß seiner Einstufung als Schwerbehinderter, im Nahverkehr kostenfrei. Im Fernverkehr muss er kein Zuschlag für das Lösen einer Fahrkarte beim Zugpersonal zahlen. Da er die bisher nicht barrierefreien Fahrkartenautomaten nicht bedienen kann, ist für ihn das Lösen einer Fahrkarte beim Zugpersonal eine Erleichterung.

Diese soll nun mit der Neuregelung aber entfallen. Auf Anfrage bei der Deutschen Bahn erfuhren wir von einer Sprecherin des Unternehmens, dass ab 1. April 2021 DB die Buchbarkeit von Fernverkehrstickets in der App DB Navigator und auf "bahn.de" erweitert. Das bedeutet dann konkret, dass Tickets im Fernverkehr auch noch im Zug bis zehn Minuten nach Abfahrt digital gebucht werden können. Bisher gab es diese Möglichkeit nicht, Kurzentschlossene konnten ihr Ticket Zug nur beim Bordpersonal kaufen – in der Regel gegen einen Aufpreis von 17 Euro. In der Mehrheit nutzen diese Möglichkeit Vielfahrer und Geschäftsreisende. Für diese Kunden schafft die Deutsche Bahn nun eine preiswertere und einfachere digitale Möglichkeit. Gleichzeitig wird es für diese Kunden ab 1.Januar 2022 nicht mehr möglich sein, ihr Ticket beim Zugpersonal zu kaufen.

Weiter wird von dieser Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigt, dass auch weiterhin Kunden mit Behinderungen, die ihr Ticket im personenbedienten Verkauf erwerben müssen, ihre Fahrkarte noch kurzfristig kaufen können. An der genauen Ausgestaltung dieser Möglichkeit arbeitet die Deutsche Bahn derzeit noch und hat zugesagt, rechtzeitig über die Details zu informieren.

Wir von der kobinet-Redaktion werden rechtzeitig nachfragen.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfhix28