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Gleichstellungsstrategie greift zu kurz

Portrait von Dr. Carsten Rensinghoff
Portrait von Dr. Carsten Rensinghoff
Foto: Nicole Schneidmüller-Geiser

STENDAL (kobinet) Die von Bundesministerin für Familie, Senioren Frauen und Jugend Franziska Giffey verkündete Gleichstellungsstrategie sieht der Teilhabeberater Dr. Carsten Rensinghoff als einen wichtigen Vorstoß für die Gleichstellung von Frau und Mann, der insgesamt jedoch zu kurz greift, da er eine Gleichstellungsstrategie für Behinderte vermissen lässt.

Seit 1994 darf, gemäß Artikel 3 Absatz 3 Satz 2, niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Gleichstellungspolitische Forderungen sind also, so Teilhabeberater Rensinghoff, auch aus der Perspektive der Menschen mit Behinderungen zu stellen. Deren Belange werden jedoch nach seinen Worten auch nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention, des SGB IX und des Bundesteilhabegesetzes nur zu oft außer Acht gelassen.

Die gleichstellungspolitischen Herausforderungen mit Blick auf die Menschen mit Behinderungen sind gleichermaßen auf die politische Tagesordnung zu setzen. Folglich müsste es auch darum gehen, erklärt Carsten Rensinghoff gegenüber kobinet:

  • Wie Menschen mit Behinderung, Frauen und Männer im Lebensverlauf gleichermaßen gut von ihrem Einkommen leben, sich beruflich entwickeln und gleichberechtigt Erziehungs- und nach ihren Kräften Haushalts- und Pflegearbeit wahrnehmen können,
  • Wie Menschen mit Behinderung, Frauen und Männer gleichermaßen an der Gestaltung der Zukunft unseres Landes in Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft beteiligt sind,
  • Wie die Bundesregierung Gleichberechtigung zwischen Menschen mit Behinderung, Frauen und Männern in allen Politikbereichen herstellen kann.
STENDAL (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/shntz12