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Paritätischer fordert konkrete Unterstützung in der Pflege

Foto zeigt Dr. Ulrich Schneider
Dr. Ulrich Schneider
Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert in einer öffentlichen Stellungnahme die Pflegekassen auf, angesichts der coronabedingten Zusatzbelastungen Prämien für Pflegepersonal zu akzeptieren und zu erstatten. Der von der Bundesregierung gespannte Pflege-Schutzschirm habe den Weg für entsprechende Zulagen frei gemacht, so dieser Verband, nun brauche es eine verbindliche Zusage der Kassen, diese auch zu finanzieren.

Großen Handlungsdruck sieht der Paritätische Wohlfahrtsverband vor allem im Bereich der Schutzausstattungen und im Bereich der häuslichen Pflege.

Mit den zur Entlastung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der Corona-Krise beschlossenen Maßnahmen habe der Gesetzgeber den Weg für die Erstattung coronabedingter Mehrausgaben in Pflegeeinrichtungen durch die Pflegekassen geebnet. „Wir erwarten, dass die Pflegekassen einen Pandemiezuschlag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege nun akzeptieren und auch bezahlen. Im Zweifel braucht es dazu eine eindeutige Klarstellung des Bundesgesundheitsministeriums", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Entsprechende Prämien sollten zudem grundsätzlich steuerfrei gewährt werden, fordert der Verband und begrüßt den Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu diesem Thema. „Es geht hier um die Honorierung extremer Leistungen und auch um Wertschätzung. Wer in systemrelevanten Bereichen arbeitet, wie zum Beispiel in der Pflege, sollte selbstverständlich Steuerfreiheit auf coronabedingte Zuschläge erwarten können", so Schneider.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/segj490

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Michael Günter
01.04.2020 19:39

Hmm,
ich komme auf den Mann nicht klar. Sicherlich, er ist Cheflobbyist eines wirklich großen Verbandes, aber kann er nicht einfach mal Forderungen stellen, die der Krise angemessen sind und die nicht ausschließlich seinen Verbandsmitgleidern nutzen?
Ja, die Pflegenden sind derzeit unter massivstem Druck - doch wird immer noch 2/3 aller Pflege von Angehörigen erbracht, warum redet er nicht von diesen?
Ohne die häusliche Pflege würde das System, an dem auch die Einrichtungen des Parutätischen gut verdienen, sofort implodieren...
Dr. Schneider redet immer noch nur und ausschließlich von professioneller Pflege, dabei wäre das System schon lange tot, wenn die häusliche Pflege hier nicht wesentliche Anteile der Belastung abfangen würde. Klar ist alles Geldsache, aber er macht es sich zu einfach - und dies in jedem Beitrag der hier zu ihm verlinkt wird. Immer nur mehr Geld und dies ohne Sinn und Verstand, was damit gesteuert werden soll (Steuern sollen ja steuern!), führt zu nichts, außer einer extrem asozialen Position, die der der FDP in den Nullerjahren nicht nachsteht!
Wenn er sich an Olli Kahns Diktum halten würde, würde er zumindest zeitgleich mal darauf hinweisen, dass das Geld aus dem Pflegerettungsschirm auch bei den häuslich Pfegegenden ankommen muss, eigentlich zum überwiegenden Teil - warum keine Forderung der Erhöhung der Verhinderungspflege von 4 Wochen auf 3 Monate? Warum kein Statement zu der 40€ Pflegehilfsmittelpauschale - die nur Flächen- und Handdesinfektion beinhalten, sowie Handschuhe - warum nicht auch hier - ohne Deckelung auch Schmutzmittel wie Atemmasken und zumindest Kittelschürzen?

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