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Corona-Virus droht Versorgung von Menschen mit Behinderung langfristig zu schädigen

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Foto: Lebenshilfe

HÜRTH (kobinet) Die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen regt die Schaffung eines Sozialfonds für Träger der Eingliederungshilfe, ähnlich der Hilfen für die Wirtschaft, an. Die Ausbreitung des Corona-Virus treibt nach Einschätzung dieses Verbandes die Träger der Eingliederungshilfe in eine existenzbedrohende Situation. Gerade im Sektor der Schulbegleitung zeigt sich bereits eine Entwicklung, die Arbeitsplätze gefährdet.

Bärbel Brüning, die Landesgeschäftsführerin der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, erklärt in diesem Zusammenhang: „Wir hören von unseren Mitgliedern, dass die Refinanzierungskette der Eingliederungshilfe in eine gefährliche Schieflage zu geraten droht, die existenzgefährdend für Träger und Mitarbeitenden des gesamten Eingliederungshilfe-Sektors werden kann. Uns sind Fälle bekannt in denen gemeinnützige Träger, die aufgrund ihrer Rechtsform keine großen Finanzreserven anlegen dürfen, bereits in den vergangenen Wochen aufgrund von behördlichen oder vorsorglichen Schulschließungen von der Refinanzierungskette für ihre Mitarbeitenden abgeschnitten wurden, weil die Regeln des Infektionsschutzgesetzes und der Betriebsunterbrechungsversicherung nicht greifen. Mitarbeitenden der Frühförderung wurde trotz laufender Verträge der Zugang zu Kitas und Schulen verweigert, weil sie diese Angebote als externer Anbieter in diesen erbringen. Wir wissen von Werkstätten, die aus Sorge um ihre Mitarbeitenden mit Behinderung, die wie ältere oder chronisch kranke Menschen ebenfalls zur gesundheitlichen Risikogruppe gehören, den Betrieb eingestellt haben und sich von den zuständigen Behörden im Stich gelassen fühlen. Des Weiteren wissen wir von unseren Mitgliedern, dass Behörden die Bescheinigungen für Quarantäne von Mitarbeitenden in Wohnangeboten der Träger nur schleppend bearbeiten, bzw. diese sogar verweigern auszustellen“.

Den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) vom 10. März 2020, der die pflegerische Versorgung vor dem Hintergrund des Ausbruchs des Corona-Virus sicherstellen soll, begrüßt die Lebenshilfe dieses Bundeslandes ausdrücklich, verweist jedoch auf Lücken bezüglich der Wohnangebote der Eingliederungshilfe.

HÜRTH (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/snsw239

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