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Behindert mich nicht !

Nicole Andres - Behindert mich nicht !
Nicole Andres - Behindert mich nicht !
Foto: KSL NRW / Bettina Flitner

KÖLN (kobinet) In einer Postkartenaktion der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW zeigen Frauen mit Behinderung , dass sie mitten im Leben stehen, ihren Weg gefunden haben und starke Persönlichkeiten sind.

„Er ist seit Jahren an einen Rollstuhl gefesselt!“, „Sie leidet an Muskelschwund!“ Sprache ist verräterisch und legt offen, was viele Menschen über ihre Mitmenschen mit Behinderung denken: Sie seien Opfer ihrer Schicksale, die Mitleid und Unterstützung benötigen. Ein hartnäckiges Vorurteil, das die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) NRW mit einer Postkartenkampagne plakativ widerlegen wollen.

Mutig. Lebensfroh. Tatkräftig. Engagiert. Vier Frauen, in Szene gesetzt von der Kölner Fotografin Bettina Flitner, zeigen deutlich, wie sie zum Leben stehen und was sie von diesem erwarten. Ihre Botschaft: „Behindert mich nicht!“ Sie fordern Akzeptanz und aktive Teilhabe in allen Lebensbereichen der Gesellschaft.

Menschen mit Behinderung mögen körperliche, sinnesbezogene oder kognitive Einschränkungen haben. Doch ist es ihre jeweilige Umwelt, die sie einschränkt und/oder behindert. Denn wären zum Beispiel alle Bürgersteige flach, gäbe es überall Aufzüge, wären alle Anträge in Behörden in Leichter Sprache verfasst, wäre Gebärden- und Schriftdolmetschung bei öffentlichen Veranstaltungen selbstverständlich oder verfügten alle Fernsehsendungen über Audiodeskription, dann könnten alle Menschen einfach(er) teilhaben. Dann wären viele Einschränkungen gar nicht mehr wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens behinderter Menschen.

Die KSL NRW wollen mit dieser Aktion Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass Barrieren weiterhin abgebaut werden müssen und dies bald geschehen muss. Die bestehenden Barrieren und Vorurteile behindern betroffene Menschen darin, die gleichen Chancen nutzen zu können wie nichtbehinderte Menschen. Frauen mit Behinderung sehen sich oftmals einer Doppel-Diskriminierung ausgesetzt. Darüber hinaus sind sie doppelt so häufig Opfer von Gewalt wie nicht-behinderte Frauen.

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