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Schulgesundheitspflege Baustein für Inklusion

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Berlin (kobinet) Das jährliche Netzwerktreffen der Schulgesundheitspflege des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) fand vor kurzem in Berlin statt. Seit Anfang an ist die Löningerin und Inklusionsbotschafterin Diana Hömmen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Sie schickte den kobinet-nachrichten einen Bericht, um auf die Wichtigkeit der Schulgesundheitspflege gerade auch für die Inklusion hinzuweisen und dafür zu werben.

Bericht von Diana Hömmen

Das jährliche Netzwerktreffen der Schulgesundheitspflege der DBfK fand erneut in Berlin statt. Die Mitglieder kamen aus dem ganzen Bundesgebiet. Ein wichtiges Thema war eine Vortragsreihe der Charité–Universitätsmedizin zum Thema: „Inklusion von Kindern mit Diabetes mellitus Typ 1 in Deutschland- Vorstellung einer aktuellen bundesweiten Elternumfrage.“ Dabei kam zur Erkenntnis, dass in Schulen noch viel Aufklärungsbedarf von Nöten ist. Seit 2015 fordern auch Kinderärzte diese in deutsche Schulen einzuführen, mit Fachpersonal aus der Pflege und nicht fachfremdes Personal. Weg von der Krankenpflege, hin zur Schulpflege: In anderen Ländern ist es bereist Gang und Gäbe. Sie versorgen die Schüler bei Verletzungen und akuten Erkrankungen, sie helfen mit Pflastern oder anderen Hilfsmitteln aus, unterstützen Eltern und Lehrer im Umgang mit chronischen Erkrankungen von Schülern, leiten gesundheitliche Präventionsprojekte in den Klassen und leisten in den Notfällen Erste Hilfe.

International ist das Berufsfeld der Schulgesundheitspflege schon länger etabliert, so etwa in Polen, in den USA, Australien, Kanada und in den skandinavischen Ländern. In Deutschland wird es derzeit erprobt mit Modellprojekten in Brandenburg, Hessen und Bremen. In Niedersachsen versteht man dies nur bei der Einschulung und zahnärztlichen Prävention, dann verließen sie das weitere Berufsfeld.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erfordert die Einführung der „inklusiven“ Schule, behinderte und nicht behinderte Kinder lernen gleichzeitig von- und miteinander. Die Ausweitung der Unterrichtszeiten auf den Nachmittag, die Umstellung auf Ganztagsschulen sowie die Betreuung chronisch kranker Kinder stellen die Schulen vor große Herausforderungen. In immer mehr Familien sind beide Elternteile berufstätig oder Kinder leben mit einem Elternteil. Erforderliche Pflege- und Betreuungsleistungen während der Schulzeit können nicht mehr automatisch von den Eltern erbracht werden. Neben der Erfüllung des pädagogischen Auftrages sind dies hohe Anforderungen an Schulen. Schon seit längerem ist anerkannt, dass viele Kinder und Familien auch über die Schule eine sozialpädagogische Betreuung benötigen. Das Thema Gesundheit, Krankheit und Behinderung sind aber bislang noch relativ unbearbeitet.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saklqv5