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Klimawandel ist tödlich

Foto zeigt zwei Babies, die an Malaria erkrankt sind
An Malaria erkrankte Babies
Foto: action medeor

Tönisvorst (kobinet) "Klimawandel ist tödlich", warnt heute action medeor vor der Zunahme von klimabedingten Krankheiten mit diesem Foto von an Malaria erkrankten Babies.

"Es geht nicht nur um ein paar Grad mehr auf dem Thermometer. Es geht leider auch um Leben und Tod", sagt Christoph Bonsmann von Europas größtem Medikamentenhilfswerk. Denn unter dem weltweiten Anstieg an klimabedingten Katastrophen und Krankheiten leiden vor allem Kinder unter fünf Jahren in Ländern südlich des Äquators.

Der Apotheker bereist regelmäßig Länder in Afrika, Asien und Südamerika. "Südlich des Äquators bleiben Regenzeiten zum Beispiel immer häufiger aus - und wenn sie kommen, dann oft als Starkregen mit Überschwemmungen katastrophalen Ausmaßes", so Bonsmann. In solchen Fällen werde der lang ersehnte Regen zur gesundheitlichen Bedrohung: "Die Trinkwasserversorgung in den Überschwemmungsgebieten bricht vielfach zusammen und es besteht die Gefahr eines Choleraausbruchs."

Gleichzeitig steige das Malaria- und Dengue-Fieber-Risiko an, weil tropische Mückenarten sich ausbreiten. Die WHO prognostiziert bis zum Jahr 2050 einen weltweiten Anstieg von 250.000 klimabedingten Todesfällen pro Jahr aufgrund von Hitze, Mangelernährung, Malaria und Durchfallerkrankungen.

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Menge an Malaria-Medikamenten, die bei action medeor angefordert werden, fast verdreifacht. "Inzwischen sind tropische Viren auch in Europa und in Deutschland auf dem Vormarsch", so Bonsmann, "die ersten Fälle von Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber oder Chikungunya-Fieber sind bereits letzten Sommer in Europa aufgetreten."