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Tübingen: 10 Jahre Erklärung von Barcelona: Fortsetzung folgt

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Foto: public domain

Tübingen (kobinet) Am 1. Februar 2010 trat die Universitätsstadt Tübingen der Erklärung von Barcelona bei. Grundlage dafür war ein gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, Senior/innen und Interessenvertretungen erarbeitetes "Handlungskonzept Barrierefreie Stadt Tübingen". Unter dem Motto "10 Jahre Erklärung von Barcelona: Fortsetzung folgt! Tübingen macht alles inklusiv", soll dieses Handlungskonzept nun weiterentwickelt und durch eine Veranstaltungsreihe begleitet werden.

Das Handlungskonzept Barrierefreie Stadt Tübingen konkretisiert die Vereinbarungen der Erklärung von Barcelona für Tübingen. Dazu enthält das Handlungskonzept rund 140 Vorschläge für Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion in14 Lebens- und Arbeitsbereichen. Dem Auftrag des Gemeinderats folgend wird dieses Handlungskonzept seither Schritt für Schritt umgesetzt, wobei Menschen mit Behinderungen, Interessenvertretungen und Träger der Behindertenhilfe in vielfältigen Formen beteiligt sind. Nach mehr als 10 Jahren seit der Erarbeitung des Konzeptes ist deutlich: Das bisherige Konzept bedarf einer deutlichen Überarbeitung und Aktualisierung. Es gibt zahlreiche Themen, die mit Maßnahmen zu verbinden sind, die damals vor mehr als 10 Jahren noch nicht bekannt waren oder noch nicht abgebildet wurden.

Die Universitätsstadt Tübingen bereitet unter anderem in Kooperation mit dem FORUM & Fachstelle INKLUSION einen moderierter Beteiligungsprozess vor, der im 1. Quartal 2020 starten soll. Er soll folgende Ergebnisse erzielen:

• ein weiter entwickeltes Handlungskonzept mit Zielen und Maßnahmen, das im Gemeinderat vorgestellt wird,

• Beteiligung von (auch bisher nicht aktiven) Betroffenen im Beteiligungsprozess und diese zu ermutigen und zu befähigen, sich aktiv in die Stadtgesellschaft einzubringen und

• eine neu entwickelte Struktur zur Umsetzung der Maßnahmen in Kommunalpolitik und Verwaltungshandeln einschließlich dem Aufbau und der Wiederbelebung und Sicherung der Beteiligungsmöglichkeiten.

Veranstaltungsreihe startet am 3.12.2019

Ergänzend zu der Weiterentwicklung des Handlungskonzeptes wird es eine Veranstaltungsreihe geben unter dem Motto "10 Jahre Erklärung von Barcelona: Fortsetzung folgt – Tübingen macht alles inklusiv“. Sie startet am 3.12. und ist über ein ganzes Jah fürr 2020 geplant. Es konnten dafür zahlreiche Organisationen, Initiativen und Vereine als Kooperationspartner gewonnen werden. Mit der Veranstaltungsreihe soll die ganze Stadtgesellschaft angeregt werden, sich mit dem Thema Inklusion auseinanderzusetzen. Ein besonderer Fokus der Veranstaltungsreihe liegt auf dem Thema "Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt". Unter anderem werden in der örtlichen Presse in einer Artikelserie ganz unterschiedliche Arbeitsplätze vorgestellt. Mit weiteren begleitenden Maßnahmen sollen im Veranstaltungsjahr neue Arbeitsplätze geschaffen werden und insbesondere Menschen aus der Werkstattbeschäftigung ermöglichen auf dem 1. Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltungsreihe übernimmt Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Link zur Veranstaltungsbroschüre: https://www.tuebingen.de/10-jahre-barcelona#/27255

Mitbeteiligt in der Federführung und Ausgestaltung beider Vorhaben sind das FORUM & und Fachstelle INKLUSION. Die Veranstaltungsreihe beginnt am Dienstag, den 3. Dezember um 18.30 Uhr in der Aula Mensa Uhlandstraße in 72072 Tübingen, mit der Auftaktveranstaltung: 10 Jahre Erklärung von Barcelona mit der Filmvorführung "Menschsein". Die Begrüßung und Einführung erfolgt durch Dr. Daniela Harsch, Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Eine Induktive Höranlage ist vorhanden. Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Die Hörfilmfassung ist über die GRETA-App verfügbar. Der Filmemacher Dennis Klein ist ebenfalls anwesend. Veranstalter sind die Universitätsstadt Tübingen in Kooperation mit FORUM & Fachstelle INKLUSION und Lebenshilfe Tübingen. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Aktion Mensch. "Menschsein" ist ein Dokumentarfilm über eine etwas andere Weltreise (97 Minuten). 405 Tage. 23 Nationen. 19 Sprachen. Eine Frage: Was hat Menschsein mit Behinderung zu tun?