Werbung:
Werbung
Link zu Reporter ohne Grenzen
Werbung
Ihre Werbung Banner
Werbung
Werbung zu teilhabegesetz.org
Springe zum Inhalt

Feierlicher Abschluss des Projektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“

Abschlußveranstaltung MIA vom DBS in Hannover
Abschlußveranstaltung MIA vom DBS in Hannover
Foto: DBS/picture alliance

FRECHEN (kobinet) Auf Einladung des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) kamen am vergangenen Freitag rund 80 Projektvertreterinnen und Projektvertreter sowie Expertinnen und Experten ebenso wie Interessierte aus dem Themenfeld „Inklusion im und durch Sport“ zusammen, um den Abschluss des dreijährigen Modellprojektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“ zu feiern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zehn Modellregionen, die seit dem 1. Januar 2018 den „Index für Inklusion im und durch Sport“ praktisch erprobt haben - mit dem Ziel in ihren jeweiligen Regionen inklusive Sportstrukturen aufzubauen.

Eröffnet wurde der Veranstaltungstag durch die Vizepräsidentin des Deutschen Behindertensportverbandes für Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport, Katrin Kunert und dem Leiter der Geschäftsstelle der Aktion Mensch Stiftung, Friedhelm Peiffer. „Ich freue mich ganz besonders, dass wir heute aus unseren Modellregionen vorbildliche Beispiele für die Umsetzung von Inklusion im und durch Sport erleben werden“, begrüßte Kunert bei der Eröffnung die Anwesenden und bestärkte die Modellregionen weiterhin am Ball zu bleiben und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.

Während die Modellregionen Gelegenheit hatten, den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Weg durch den Index-Prozess anhand von Plakaten im Rahmen eines Gallery-Walks vorzustellen, präsentierte Projektkoordinator Manuel Beck die zentralen Projektergebnisse und Erkenntnisse. Dabei stellte Beck heraus, dass es bei der Entwicklung inklusiver Sportlandschaften insbesondere darauf ankomme, vor Ort starke Netzwerke mit engagierten und kompetenten Kümmerern aufzubauen, Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter zu qualifizieren und Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung bei gemeinsamen Sportangeboten und Veranstaltungen zu schaffen, um ein gemeinsames Bewusstsein für Inklusion im und durch Sport zu entwickeln. Grundvoraussetzung dafür sei die Bereitstellung ausreichender finanzieller und personeller Ressourcen zur Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen seitens der Politik (zum Beispiel Barrierefreiheit, Assistenzen im Sport) sowie eine enge Beratung und Begleitung durch erfahrene Experten. Zu einem ähnlichen Resultat kamen auch Dr. Andre Körner und Dr. Stefan Uhlig vom Institut für angewandte Wissenschaften aus Chemnitz, die das Projekt MIA wissenschaftlich begleiteten.

Im Rahmen eines abwechslungsreichen Programms konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem eine inklusive Übungsstunde einer Tanzgruppe aus der Modellregion Lüchow von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung und den Auftritt des Comedian Tan Caglar, der in seinem Auszug aus dem Programm „Rollt bei mir…!“ einen persönlichen und humorvollen Einblick in seinen Alltag als Rollstuhlfahrer gab und aus seiner sportlichen Karriere als Rollstuhlbasketballer berichtete.