Werbung:
Werbung
Link zu Reporter ohne Grenzen
Werbung
Ihre Werbung Banner
Werbung
Werbung zu teilhabegesetz.org
Springe zum Inhalt

Marianne Münz wird 65

Marianne Münz
Marianne Münz
Foto: privat

Bad Kreuznach (kobinet) Marianne Münz ist ein gutes Beispiel dafür, welche Wege behinderte Menschen zu mehr Selbstbestimmung gehen können, wenn sie die richtige Unterstützung bekommen. Vor allem auch dafür, dass entscheidende Veränderungen im Leben auch mit hohem Unterstützungsbedarf möglich sind. Über 30 Jahre hat die Bad Kreuznacherin in einem Wohnheim gelebt und in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet. Mittlerweile lebt sie schon seit mehreren Jahren mit Persönlicher Assistenz in ihrer eigenen Wohnung und vor ihrem Eintritt in die Rente hat sie noch fast drei Jahre mit Unterstützung eines Budgets für Arbeit im Projekt inklusiv leben lernen gearbeitet. Heute feiert die engagierte Frau ihren 65. Geburtstag.

Marianne Münz hat 30 Jahre in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) gearbeitet. Bevor sie in die Altersrente ging, war sie Mitarbeiterin des Projektes inklusiv leben lernen des Bistum Trier, das mit einer Reihe von Organisationen kooperiert. Die Beschäftigung wurde u.a. deshalb möglich, da der Arbeitgeber den Zuschuass aus dem Budget für Arbeit bekam. In einem Statement im Vorfeld der Werkstättenmesse in Nürnberg, bei der sie am 29. und 30. März diesen Jahres am Infotand zum Buget für Arbeit des NETZWERK ARTIKEL 3 mitwirkte, machte Marianne Münz deutlich, dass sie jetzt endlich die Arbeit machen konnte, die sie schon immer machen wollte - dank des Budget für Arbeit.

"Das Budget für Arbeit bedeutet für mich, ich kann jetzt die Arbeit machen, die ich immer schon machen wollte. Ohne das Budget hätte ich die Stelle nicht annehmen können. Ich brauche für meine Arbeit eine gute Arbeitsassistentin, um diese Arbeit gut machen zu können. Ich habe 30 Jahre in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) gearbeitet, ohne das Budget würde ich heute immer noch dort arbeiten", berichtete Marianne Münz. Mit Ende des Projektes ist Marianne Münz Ende August nun in die wohl verdiente Rente gegangen. Vor einigen Jahren hatte Marianne Münz schon eine entscheidende Wendung in ihrem Leben vollzogen. Nach über 30 Jahren zog sie aus einer großen Bad Kreuznacher Behinderteneinrichtung in ihre eigene Wohnung und lebt seither mit Persönlicher Assistenz. Dass sich damit ihr Leben grundlegend positiv verändert hat, darauf hat die engagierte Frau immer wieder hingewiesen.

Dass Marianne Münz weiß, was sie will und was für behinderte Menschen wichtig ist, das wurde spätestens dann klar, wenn man auf sie traf. Sie war wegen ihres großen Engagements viele Jahre Vorsitzende des Werkstattrates, sie setzt sich zudem vor Ort für mehr Barrierefreiheit und Selbstbestimmung ein und hat auch als Betroffenenvertreterin beim Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) viele Jahre wichtige Akzente gesetzt. Auch auf Landesebene ist Marianne Münz in Rheinland-Pfalz an vielen Stellen aktiv, so dass sie vor einigen Jahren die höchste Auszeichnung des Bundeslandes erhielt. Heute wünschen viele Marianne Münz einen richtig schönen Tag, denn sie hat allen Grund sich zu feiern und sich feiern zu lassen. Denn, das was Marianne Münz aus ihrem Leben gemacht hat, wurde ihr nicht so einfach in die Wiege gelegt. Für vieles musste sie sich richtig ins Zeug legen und Wagnisse eingehen.