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Menschenrechtsliga unterstützt Klimastreik

Logo: Internationale Lige für Menschenrechte
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Foto: Internationale Lige für Menschenrechte

Berlin (kobinet) Dass die derzeitigen Aktivitäten gegen den Klimawandel auch sehr viel mit Menschenrechten zu tun hat, darauf macht die Internationale Liga für Menschenrechte aufmerksam, die den weltweiten Streik für das Klima von Fridays For Future unterstützt. Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN-Gipfel des Jahres vorbereitet wird, ruft Fridays For Future für den 20. September "zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten“ auf. "Zwischen der Menschenrechts- und der Klimadebatte gibt es vielfältige Verknüpfungen", betonte die Internationale Liga für Menschenrechte.

"So ist in Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte das Recht auf Leben garantiert, da es Vorbedingung der Ausübung aller anderen Menschenrechte ist. Und in Artikel 22 beschreiben die Vereinten Nationen das Recht jedes Menschen auf soziale, materielle Sicherheit als Basis der Persönlichkeitsentwicklung und damit der Würde eines jeden Menschen. Der Klimawandel im Allgemeinen und Klimakatastrophen wie Überschwemmungen oder Dürren im Besonderen wirken sich unmittelbar und tiefgreifend auf den Lebensraum und die Lebensbedingungen von Menschen aus: Sie zerstören Behausungen ebenso wie lebensnotwendige Einrichtungen der Infrastruktur; sie führen zu Armut, Mangelernährung, Krankheit und Tod. Dabei sind arme Menschen in Entwicklungsländern häufig besonders stark betroffen. Deutschland muss beim Klimaschutz nachlegen, um die selbstgesteckten Ziele bis 2030 zu schaffen", heißt es in einer Presseerklärung der Internationalen Liga für Menschenrechte.

Die bisherigen Pläne mit freiwilligen Maßnahmen reichten nicht. Der von Menschen zu verantwortende Klimawandel kündige sich unübersehbar an. Schmelzende Gletscher gefährden die Süßwasserversorgung und das Abschmelzen der Eispanzer der Arktis und Antarktis lässt den Meeresspiegel ansteigen: Küstenregionen und ganze Inselgruppen drohen im Meer zu versinken. Starkregen und Dürren treten häufiger auf und haben besonders in armen Ländern Ernteausfälle zur Folge. Manche Gebiete werden unbewohnbar. Schlimmer noch: Der schwindende Amazonas-Regenwald und der auftauende Permafrostboden im hohen Norden könnten eine unaufhaltsame Kettenreaktion mit globalen Folgen auslösen: Große Mengen bisher gespeicherter Kohlenstoffverbindungen werden als CO2 oder Methan in die Atmosphäre gelangen und den Treibhauseffekt beschleunigen. Der Meeresspiegel könnte in den kommenden Jahrhunderten um bis zu 60 Meter steigen und mit den Wäldern geht Biodiversität verloren. Wetterextreme infolge des menschengemachten Klimawandels werden weltweit das Problem von Hunger und Mangelernährung verschärfen, könnte zum Hauptfluchtgrund werden und kriegerische Konflikte beim zunehmenden Wettstreit um natürliche Ressourcen verschärfen. Fridays For Future fordert nun Maßnahmen ein, um die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen zu erhalten. Überall in Deutschland sind deshalb für den 20. September 2019 Demonstrationen geplant. "Wir rufen dazu auf, sich an diesen zu beteiligen", schreibt die Internationale Liga für Menschenrechte.