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Ministerin will Barrieren in den Köpfen abbauen

Wappen von Bayern
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Foto: public domaine

münchen (kobinet) Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer ist seit 500 Tage im Amt. Aus diesem Anlass richtete sie öffentliche ein Blick zurück und blickte auch nach vorn. In ihrer „2. Münchner Rede zur Familien- und Sozialpolitik“ hat sie Zwischenbilanz gezogen und ihre aktuellen und künftigen Projekte vorgestellt.

Dabei verwies Schreyer vor allem aud die Einführung des Bayerischen Familiengeldes, mit dem ein wichtiger Schritt für die Wahlfreiheit der Familien in Bayern gegangen worden sei, welcher auch durch staatliche Beitragszuschüsse für den Kindergarten sowie der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung unterstütze. 

Ende Juni hat Schreyer ein Bündnis für frühkindliche Bildung gestartet, um für die Herausforderungen in der Kindertagesbetreuung eine Langzeitperspektive aufzulegen. Dort sitzen nach den Worten der Ministerin alle wichtigen Akteure mit am Tisch und loten gemeinsam mit den Experten und Tarifpartnern Verbesserungspotenzial aus.

Auch für Menschen mit Behinderung will die Ministerin das Beste erreichen: „Es geht darum," betonete sie, "die Barrieren in unseren Köpfen abzubauen. Wir müssen die Vorurteile, die jeder von uns hat, Stück für Stück kleiner bekommen". In dem Zusammenhang hob sie zugleich hervor" "Ich habe deshalb im Oktober 2018 und im April 2019 die Wirtschaft an einen Runden Tisch geholt. Wir wollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen über die Stärken der Menschen mit Behinderung aufklären.“

Der Pakt für berufliche Weiterbildung  4.0 Bereits wurde zudem auf den Weg gebracht. „Wir wollen unsere Arbeitswelt für die Digitalisierung mit beruflicher Weiterbildung zukunftsfest machen. Mit unseren Weiterbildungsinitiatoren in allen Regierungsbezirken sensibilisieren und beraten wir hierzu Beschäftigte  und Betriebe. Und noch im August führen wir die Bayerischen  Weiterbildungsschecks ein. Denn es gilt die Formel: Je höher  die Qualifikation, desto niedriger das Arbeitsmarktrisiko“, so die  Ministerin.

Schreyer will die hervorragende Lage auf dem Arbeitsmarkt dazu nutzen, sich mit einem dreigliedrigen Konzept verstärkt um die Langzeitarbeitslosen und ihre Familien zu kümmern: „Wir brauchen eine intensivere Betreuung durch die Jobcenter. Hier ist der Bund am Zug, das Personalkonzept der Jobcenter  zu verändern. Mit ergänzenden Förderprogrammen wollen wir selbst Langzeitarbeitslose zielgruppenspezifisch, passgenau und ganzheitlich unterstützen. Wir bauen auch die bestehende erfolgreiche Netzwerkarbeit der beteiligten Akteure aus.“

Weitere Themen für die nächsten Wochen und Monate sind der Rentenschutzschirm  fürs Alter und eine Offensive für Ein-Eltern-Familien. Weiter geht es  auch um Fragen, wie sich unsere Familienformen und die Bedürfnisse von Älteren verändern und wie mehr Menschen fürs Sozialwesen gewonnen werden können.