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Unterstützung beim Aufbau von Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Foto: MSAGD Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt neue Wohnformen mit einer Vielzahl von Förder- und Beratungsangeboten. So werden mit dem Projekt WohnPunkt RLP seit Ende 2014 gezielt kleine Dörfer bis zu 5.000 Einwohnern beim Aufbau von dörflich eingebetteten Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit bis zu 12 Bewohnern unterstützt. Diese Unterstützung soll nun auch auf größere Kommunen ausgeweitet werden, wie die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mitteilte.

"Ich freue mich sehr, dass dies ab dem kommenden Jahr auch für Kommunen bis 10.000 Einwohner möglich ist. Bewerbungen können bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung eingereicht werden“, kündigte Sozial- und Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler an.

"Neue Wohnformen setzen neben Barrierefreiheit und Wahlfreiheit bei Pflegeleistungen auf neue Formen des Miteinanders ‒ innerhalb einer Wohnung, innerhalb eines Hauses und auch im ganzen Dorf oder Quartier. Sie bieten den Bewohnerinnen und Bewohnern vielfältige Kontakte und Möglichkeiten, sich einzubringen, aktiv zu bleiben und beugen Vereinsamung vor. Obendrein unterstützen sie ehrenamtliche Hilfen und professionelle Versorgungsangebote", betonte die Ministerin. "Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Menschen auch im Alter und mit Pflegebedarf oder einer Behinderung in ihren Dörfern und Quartieren wohnen bleiben können und in Familie, Nachbarschaft und Gesellschaft eingebunden sind“, so Bätzing-Lichtenthäler. Gute sozialräumliche Versorgung, Nachbarschaft und Gemeinschaft gewännen daher immer mehr an Bedeutung. So seien in den letzten Jahren in Rheinland-Pfalz zahlreiche Modelle entstanden, die auf neue Formen der Solidarität im Wohnumfeld setzen und diese mit professionellen Service- und Pflegeleistungen verbinden. Beispiele hierfür seien neue Quartiersmodelle, gemeinschaftliche und generationsübergreifende Wohnprojekte sowie bürgerschaftlich eingebundene Pflegewohngruppen. Derzeit gäbe es rund 140 innovative Wohn- und Quartiersprojekte in Rheinland-Pfalz, davon über 90 Wohn-Pflege-Gemeinschaften, heißt es in einer Presseinformation des Ministeriums.

Weitere Informationen zum Projekt WohnPunkt RLP und den aktuellen Teilnahmebedingungen gibt's online. Mehr über die Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote sowie gute Beispiele zu neuen Wohnformen gibt's auf der Internetseite der Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz und unter www.wohnen-wie-ich-will.rlp.de.