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Leitbildentwicklung für Teilhabeberatungsstellen

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Foto: BMAS

BERLIN (KOBINET) Über eine Schulungsveranstaltung zur Leitbildentwicklung für die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, die vor kurzem in Berlin stattfand, informiert die Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung auf ihrer Internetseite.

Ziel  der eintägigen Schulungsveranstaltung war es, ein gemeinsames Leitbild  der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung zu erarbeiten, heißt es in dem Bericht über die Veranstaltung. Seit nunmehr eineinhalb Jahren unterstützt die Fachstelle Teilhabeberatung im Namen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die bundesweit rund 500 EUTB-Angebote fachlich und organisatorisch. Sie trage zu einer guten Beratungsqualität und zur Förderung der  Zusammenarbeit der Beratungsangebote bei. Das zentrale Förderziel, die Stärkung von Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit (drohenden)  Behinderungen, werde in einem partizipativen Prozess in ein für alle EUTB-Angebote verbindliches Leitbild übersetzt. Dieser Prozess umfasse mehrere Entwicklungsschritte und werde am Ende die zentralen Grundsätze der Werte, Kultur und Zusammenarbeit benennen. Die erste wichtige Etappe dahin, bildete die Schulungsveranstaltung am 28. Juni 2019, zu der alle  geförderten EUTB-Angebote nach Berlin eingeladen waren, heißt es im Bericht der Fachstelle. 

Die Veranstaltung wurde durch Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales eröffnet.  Nach der Arbeitsphase in den einzelnen Runden des World-Cafés schloss Vanessa Ahuja,  Leiterin der Abteilung V – Teilhabe, Belange von Menschen mit  Behinderungen, Soziale Entschädigung, Sozialhilfe im Bundesministerium  für Arbeit und Soziales die Veranstaltung.

Link zu Bildern und weiteren Informationen über die Veranstaltung, wo es auch eine zeitnahe Dokumentation geben soll

Von Anke Kidan von der EUTB Neumarkt erreichten die kobinet-nachrichten folgender Bericht über den Workshop

Freitag 28.06.2019 morgens. Vor dem bcc (Berlin Congress Center) sind vermehrt Rollstuhlfahrer*innen, Langstöcke, Gebärdensprache und andere Hilfsmittel zu sehen, denn an diesem Tag treffen sich über 300 EUTB Berater*innen aus ganz Deutschland. Die EUTB Beratungsstellen arbeiten nach dem Prinzip des Peer Counselings. Dort beraten in der Regel Personen, welche selbst ein Handicap haben. Sie wollen sich gemeinsam für die seit 1.1.2018 neuen Beratungsstellen ein Leitbild geben. 

Damit das Leitbild später auch gelebt wird, soll es die Sichtweise möglichst vieler Berater*innen enthalten. Die Fachstelle Teilhabeberatung hat deshalb aufgerufen, dieses in mehreren Schritten partizipativ zu erstellen. Nach der Konzepterstellung wurden die Berater*innen aufgefordert, sich an einem Online-Diskussionsprozess zu beteiligen, danach folgte ein Vorbereitungsworkshop, zu welchem EUTB-Berater*innen aus allen Teilen der Republik eingeladen waren. Am Freitag 28.06.2019 war es dann soweit, in einem fortgeschrittenen Punkt des Erarbeitungsprozesses setzen sich die Berater*innen persönlich zusammen und diskutierten – nach einem sehr spannenden Vortrag von Dr. Teller als Einführung, welcher die theoretischen Grundlagen eines Leitbilds vermittelte -  im Format des World Cafes für sie wichtige Aspekte eines Leitbildes. 

Es war eine phantastische Arbeitsatmosphäre. Die Veranstaltung war wirklich barrierefrei. Es wurde an alle möglichen Einschränkungen und deren Ausgleich gedacht, es standen beispielsweise ausreichend Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung, so dass Taube auch allein an den Arbeitstischen mitwirken konnten. Weiter geht der Prozess der Leitbilderstellung mit einem Nachbereitungsworkshop, bevor Ende September das Leitbild der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung fertiggestellt sein soll.

Kontakt zur EUTB Neumarkt: Anke Kiden, Hallortorstr. 16,  92318 Neumarkt i.d.OPf., Tel. 0176 4079 1797 - Email [email protected]