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Gold-Kraemer-Stiftung unterstützt auf Weg zum Arbeitsmarkt

Sascha Mundorf fand als Teilnehmer des Fußball-Leistungszentrums Frechen über regelmäßige Praktika seinen Beruf.
Sascha Mundorf fand als Teilnehmer des Fußball-Leistungszentrums Frechen über regelmäßige Praktika seinen Beruf.
Foto: Gold-Kraemer-Stiftung

FRECHEN (KOBINET) Die Forderung nach besserer Teilhabe und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung ist vor allem durch die UN-Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (BRK) in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins gerückt. 10 Jahre nach Inkrafttreten der BRK in Deutschland hat in allen gesellschaftlichen Bereichen ein Umdenken begonnen, das konkrete Verbesserungen bringen soll. Anlässlich des internationalen Protesttages der Menschen mit Behinderung zeigt die Gold-Kraemer-Stiftung neue Bildungswege eine verbesserte Teilhabe am Arbeitsmarkt auf.

Die aktuellen Zahlen des vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag der Aktion Mensch veröffentlichten Inklusionsbarometers lassen aufhorchen. Das jährlich ermittelte Inklusionsbarometer zeigt Fort- und Rückschritte bei der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung auf. Die seit 2013 ermittelten Zahlen bestätigen eine Verbesserung der Situation von arbeitssuchenden Menschen mit Behinderung. Die Arbeitslosigkeit sank. Die Erwerbstätigkeit und die Beschäftigungsquote nahmen zu. Und dennoch ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung weiterhin sehr hoch, im Jahr 2017 mit 11,7 Prozent zwar auf einem neuen Tiefststand, aber immer noch wesentlich höher als die Quote der Menschen ohne Behinderung mit 5,7 Prozent. Im Vergleich zu Langzeitarbeitslosen ohne Behinderung haben es Langzeitarbeitslose mit Behinderung also wesentlich schwerer, Anschluss am Arbeitsmarkt zu finden.

„Unsere Gesellschaft muss an dieser Stelle Verantwortung übernehmen. Wir müssen vor allem die Potentiale aufzeigen, die für Arbeitssuchende und Arbeitnehmer gleichermaßen bestehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland. Ein zentraler Schlüssel für den Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Die BRK fordert klar, dass Menschen mit Behinderung der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt offen stehen muss. „Um an dieser Stelle für mehr Chancengleichheit zu sorgen, sind neue Wege notwendig, die bereits beim Übergang von Schule in das Berufsleben ansetzen. Hier gilt es, bestehende Automatismen zu durchbrechen, die Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen oftmals nur den Weg in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung eröffnen“, unterstreicht Johannes Ruland und verweist auf die Situation in der Gold-Kraemer-Stiftung. Als Arbeitgeberin und Anbieterin neuer Bildungsprofile eröffnet sie Menschen mit Behinderung seit vielen Jahren die Möglichkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Stiftung hat durch die Gründung eines eigenen Inklusionsunternehmens Arbeitsplätze zum Beispiel in ihrer Verwaltung und im stiftungseigenen Garten- und Landschaftsbau geschaffen. Das 2013 zusammen mit dem Landschaftsverband-Rheinland, der Bundesagentur für Arbeit und den Gemeinnützigen Werkstätten Köln ins Leben gerufene Fußball-Leistungszentrum (FLZ) in Frechen stellt ein neuartiges Bildungsprofil dar, das als Außenarbeitsplatz einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung eine alternative Tätigkeit zu einer traditionellen Werkstattbeschäftigung ermöglicht.