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Betreuungssystem notorisch unterfinanziert

Budget, Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

POTSDAM (KOBINET) Unter dem Titel „25 Jahre BdB. Streiten für unsere Ideen und gute Bezahlung. Damit Reform nicht zum Reförmchen wird!“ tagt der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer noch am 4. Mai in Potsdam. Auf dem Tagungsprogramm stehen Fachvorträge, Workshops sowie eine politische Podiumsdiskussion

„Das Betreuungssystem ist notorisch unterfinanziert. Die im Gesetzesentwurf vorgesehene Erhöhung reicht nicht und es fehlt eine Dynamisierungsregelung. Das wäre die Anerkennung des Berufes.“ Mit deutlicher Kritik am Gesetzgeber eröffnete Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), die Jahrestagung des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer in Potsdam. Sein Vortrag stand unter der Überschrift „Betreuen – mit Vertrauen und Verantwortung“. Professionelle, an Wunsch und Wille der Klienten orientierte Betreuung spiele in einer älter werdenden Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle; Berufsbetreuerinnen und -betreuer seien für ein selbstbestimmtes Leben der Klienten unverzichtbar und – letztlich – für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Umso bedeutender sei es nun, das System Betreuung ausreichend zu finanzieren und den Beruf endlich anzuerkennen.