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Spaziergang durch und über Buchenwälder

Auf dem Baumkronenpfad mit Rollstuhl unterwegs
Auf dem Baumkronenpfad mit Rollstuhl unterwegs
Foto: H. Smikac

BAD LANGENSALZA (KOBINET) Zum Beginn der Reisesaison 2019 veröffentlichen wir bei kobinet Hinweise zu Reisezielen, welche auch für Urlaubsreisen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet sind. Heute geht es dabei um den Nationalpark Hainich im Nordwesten Thüringens. Er ist das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet Deutschlands und seit acht Jahren ein UNESCO-Weltkulturerbe.  Mit dem Baumkronenpfad und dem Nationalparkzentrum Thiemsburg hat sich diese Region bereits zu einer touristischen Attraktion entwickelt.

Zum Nationalpark Hainich sollte man mit dem Auto anreisen. Die Sehenswürdigkeiten liegen nicht ganz dicht beisammen. Zudem ist das Gelände hügelig. Für alle, die eine Unterkunft ohne Barrieren wünschen, bietet sich das "Schlosshotel am Hainich" in Behringen (Gemeinde Hörselberg-Hainich) an. Von den 25 großzügigen Zimmern dieses Hotels sind 18 Zimmer, wie auch das Hotel insgesamt, barrierefrei.

An der Landstraße zwischen Craula und Langensalza befindet sich das Nationalparkzentrum Thiemsburg. Der entsprechende Parkplatz ist nur rund 500 Meter davon entfernt auf der anderen Straßenseite. In diesem Zentrum laden die interaktiven Ausstellungen "Entdecke die Geheimnisse des Hainich" und die "Wurzelhöhle" dazu ein, mehr über den Hainich, seine Pflanzen und Tiere zu erfahren.


In der Wurzelhöhle auch mit Rollstuhl unterwegs Foto: H. Smikac

In dem Besucherzentrum können interessante Literatur, Andenken sowie die Eintrittskarten für den Baumkronenpfad gekauft werden, welcher auch Gäste mit Rollstuhl zum Besuch einlädt. Der Weg dorthin führt über verfestigte Waldwege. Der Baumkronenpfad führt in Höhen zwischen zehn und 24 Metern mit neun Erlebnisstationen durch die Wipfel der Bäume und ist insgesamt, bis auf einzelne Nebenwege, wie Kletterseil oder Kletterbrücke, auch mit Rollstuhl zu befahren. Lediglich die 40 Meter hohe Aussichtsplattform kann nur über Treppen erreicht werden.

Ein besonderes Erlebnis ist auch ein Spaziergang auf dem im Mai 2002 eröffneten Rundwanderweg Brunstal am Fuchsbau. Der Weg befindet sich nahe der Ortschaft Mülverstedt verfügt über einen Parkplatz sowie eine Brotzeithütte. Der Pfad wurde kürzlich als "Pfad der Begegnung" thematisch neu gestaltet, hat eine neue Deckschicht erhalten und kann ab Mitte April 2019 wieder besucht werden. Am Beginn des Rundweges gibt es auch Toiletten für Besucher mit Rollstuhl. Ein Besuch auf diesem Rundweg ist vor allem im Frühjahr zur Zeit der Bärlauchblüte einzigartig. Dann sieht der ganze Wald aus wie mit einem weißen Teppich ausgelegt und es duftet stark, eben nach Bärlauch. Der Weg führt an einer Streuobstwiese entlang und bietet an mehreren Stationen viele interessante Begegnungen mit der Natur.


Der Brunstalrundweg zur Zeit der Bärlauchblüte Foto: H. Smikac

Weitere Einzelheiten zur Vorbereitung eines Besuches in diesem Nationalpark sind auf der Internetseite des Parks nachzulesen.

In diesem Zusammenhang biete sich auch ein Abstecher, zum Beispiel in die Stadt Langensalza an. Sie ist die nächstgelegene Stadt und lädt mit einer sehenswerten Altstadt zu einem Besuch ein. Hier lohnt es sich, entlang der Stadtmauer zu schlendern oder einen der Gärten zu besuchen. Der Japanische Garten , der Magnoliengarten, der Naturgarten des BUND und der Rosengarten sind für sich nicht besonders groß aber in jedem Fall sehenswert.