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ABiD und ADFC fordern Dialog zu Elektrorollern

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Foto: omp

BERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche die erste gesetzliche Grundlage für die Nutzung von Elektrokleinstfahrzeugen auf Gehwegen veranlasst. Die Zustimmung des Bundesrates steht noch aus. Dies veranlasste Marcus Graubner, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland und Werner Hartig vom ADFC Stendal zu einer gemeinsamen Stellungnahme, in welcher sie darauf aufmerksam machen,dass Gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Sinnesbehinderungen oder für kleine Kinder werden geräuschlose Kleinstfahrzeuge auf Gehwegen zu einem Unfallrisiko werden.

Oft sind die Gehwege sehr schmal gestaltet, so dass ein gefahrloses Überholen nicht gewährleistet sein wird. Ebenso ist es unklar, ob es an allen Kleinstfahrzeugen akustischen oder visuellen Signalgeber, mit denen mobil eingeschränkte Personen auf dem Gehweg gewarnt werden können, geben wird. Elektrokleinstfahrzeuge können neben den Elektrorollern auch Hoverbaords, E Skateboards und Mono Wheels sein, diese besitzen keine Lenkerstange.

Eine weitere Schwierigkeit stellt die Nutzung von Kleinfahrzeugen auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen dar. Mehr als 50 Prozent der Gehwege und Radwege werden als Mischwege genutzt. Das heißt, dass in der Praxis die Kleinstfahrzeuge, welche 20 km/h erreichen, auch ein Hindernis für Zu Fuß Gehende darstellen werden. Ebenso wird diese Problematik auf Mischwegen ausserorts auftreten. Dort sind straßenbegleitende Radwege immer auch Wege für Fußgänger.

Aus der Sicht sollte eine Zusammenarbeit der Bundesbehörden mit den Verbänden für Menschen mit Beeinträchtigungen, zu Fuß Gehender und der Radfahrer erfolgen. Ebenso ist eine Aufklärung der Bevölkerung über Nutzen und Gefahren unabdingbar. Mit ihrer öffentlichen Stellungnahme möchten sie für die Gefahren sensibilisieren und zu einem Dialog aufrufen.