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Steuermittel für Pflegevollversicherung gefordert

Budget, Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

DüSSELDORF (KOBINET) Das Ziel, mit der Einführung der Pflegeversicherung Armut zu verhindern, sei kläglich gescheitert, dies resümierte der Vorsitzende des VdK Nordrhein-Westfalen Horst Vöge bei einer Tagung des Sozialverbands in Düsseldorf. "Während Betroffene für die Heimunterbringung im deutschlandweiten Durchschnitt mittlerweile pro Monat rund 1.830 Euro zuzahlen müssen, liegt der Betrag in unserem Bundesland sogar bei 2.252 Euro", betonte er. Nachdem die Zahlen in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen sind, ist mittlerweile schon jeder dritte Heimbewohner ergänzend auf Sozialhilfe angewiesen. Daher fordert der Verband Steuermittel für eine Pflegevollversicherung und Grundrente.

"Menschenwürdige Pflege darf nicht vom Geldbeutel abhängen", machte der Landesvorsitzende des VdK deutlich und versprach: "Damit steigende Kosten nicht einseitig zu Lasten der Betroffenen gehen, setze ich mich auch als Vizepräsident des VdK Deutschland für eine Pflege-Vollversicherung ein, die die erforderlichen Leistungen solidarisch und generationengerecht abdeckt." Die Kosten für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe seien über Steuern zu tragen. Gleiches gelte im Übrigen für die geplante Grundrente: "Um Menschen zu unterstützen, die im Alter von Armut bedroht sind, setzen wir uns für ein verändertes Finanzierungssystem unseres Sozialstaats ein - beispielsweise in Form einer Digital- und Finanztransaktionssteuer.