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Trauer bei den Netzwerkfrauen Bayern

Porträt Ute Strittmatter
Porträt Ute Strittmatter
Foto: Netzwerkfrauen

UNBEKANNT (KOBINET) Ute Strittmatter, Leiterin des Netzwerkes für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Bayern, trat am 14.12.2016 ihre letzte Reise an. Überraschend und unerwartet verstarb sie am frühen Morgen des vergangenen Mittwochs.

Ute Strittmatter war seit September 2000 die Leiterin des Netzwerkes von und für Frauen und Mädchen mit Behinderungen Bayern.

Unermüdlich setzte sie sich für die Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderung ein. Sie vertrat die Interessen von behinderten Frauen und Mädchen im Landesfrauenrat, sowie im Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München. Auch die Vertretung im bayerischen Patientennetzwerk hatte sie sich zu ihren Aufgaben gemacht.

Strittmatter war 1999 einer der Gründungsfrauen des Netzwerkes. Im Jahr 2000 nahm das Netzwerkfrauenbüro unter dem Dach der LAG Selbsthilfe Bayern e.V. seinen Betrieb auf. Als Zuschussgeber gewann Strittmatter das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Im Laufe der vergangenen 16 Jahre konnte sie immer wieder eine Steigerung der Zuschüsse, und damit die Erhöhung der Arbeitsplätze für Frauen mit Behinderung im Netzwerkbüro durchsetzen. Einer der großen Meilensteine ihrer Arbeit war die Einrichtung und Eröffnung der gynäkologischen Ambulanz im Klinikum Dachau für Frauen mit Behinderung. Für dieses und andere Projekte konnte sie die bekannte Fernsehmoderatorin Nina Ruge als Schirmherrin gewinnen.

Mit Ute Strittmatter verliert die Behindertenbewegung in München und Bayern eine große Aktivistin, die sich auch mit all ihrer Kraft vehement für ein gutes Bundesteilhabegesetz eingesetzt hat und bei den Anhörungen kein Blatt vor den Mund nahm. Das Wunsch und Wahlrecht und die Selbstbestimmtheit für Frauen und Mädchen mit Behinderung war ihr eine Herzensangelegenheit.

Die Beerdigung findet am Dienstag, den 20.12.2016 um 13 Uhr auf dem Ostfriedhof, Sankt-Martins-Platz 1 statt.