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Gespräch im ARD-Hauptstadtstudio

Margit Glasow
Margit Glasow
Foto: Uwe Klees/thalmannverlag

BERLIN (KOBINET) Die Rostocker Journalistin Margit Glasow berichtet heute für kobinet über ein Gespräch im ARD-Hauptstadtstudio, in dem es um die Sicht der Betroffenen auf das von der Bundesregierung geplante Teilhabegesetz ging, dessen Entwurf bei der Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales von den Sachverständigen heftig kritisiert wurde.  

Bericht von Margit Glasow

Aus Anlass der Expertenanhörung zum Bundesteilhabegesetz forderte gestern ein linkes Bündnis von Menschen mit und ohne Behinderung, das sich auf Initiative der BAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik der Partei DIE LINKE zusammengefunden hatte, Einlass in das ARD-Hauptstadtstudio. Konkretes Ziel des Bündnisses war es, dass die ARD Menschen mit Behinderung eine Plattform bietet, um ihre Sicht zum Gesetzesentwurf darzulegen - getreu dem Motto "nicht über uns ohne uns". Nach Meinung der Aktivist_innen des Bündnisses würde die Berichterstattung immer noch viel zu einseitig aus der Perspektive der Politiker_innen und Medienvertreter_innen dargestellt und die tatsächlichen Verschlechterungen für bestimmte Gruppen von Menschen mit Behinderungen nicht wirklich sichtbar gemacht.

Die ARD zeigte sich gesprächsbereit, auch wenn sich die Teilnehmer_innen der Aktion gewünscht hätten, dass sofort Interviews mit ihnen gemacht worden wären. Sie sind zum einen selbst von den Verschlechterungen des Gesetzes betroffen, wenn es in dieser Form beschlossen werden sollte. Zum anderen kennen sie durch ihr vielfältiges politisches Engagement die Lebenswelten vieler anderer Menschen mit Behinderung.

In einem konstruktiven Gespräch klopften die Mitglieder des Bündnisses mit der Journalistin Tamarah Anthony von der ARD und Constantin Grosch von AbilityWatch die Möglichkeiten einer Talkrunde zu einer guten Sendezeit ab, in der Betroffene und Politiker auf Augenhöhe miteinander debattieren können. In den nächsten Tagen wird nun konkret über ein Konzept für eine solche Sendung beraten werden.

Darüber hinaus werden sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses für eine langfristige Zusammenarbeit mit den verschiedensten Initiativen - wie beispielsweise AbilityWatch - sowie Vereinen und Verbänden einsetzen. Ihr wichtigstes Bestreben besteht darin, in Zukunft verschiedene Gruppierungen der Menschen mit und ohne Behinderung zu verbinden. Denn gerade durch den Gesetzesentwurf sehen sie eine große Gefahr der Spaltung in Arm und Reich.

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten
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