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Die 10 Gebote der Menschenrechte behinderter Menschen

Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem Grundgesetz
Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem Grundgesetz
Foto: Rolf Barthel

BERLIN (KOBINET) Bei der noch immer andauernden Ankettaktion am Reichstagufer werden derzeit 10 Gebote der Menschenrechte behinderter Menschen für den Bundestag und die Bundesregierung vorgestellt und diskutiert. Während des Ausharrens vor den Grundgesetztafeln, auf denen immer noch der Satz "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden" fehlt, schlagen die AktivistInnen damit eine Brücke von der UN-Behindertenrechtskonvention zu den Aufgaben der Abgeordneten und der Bundesregierung.

Zum Auftakt der Diskussion verkündete Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden die von ihnen entworfenen 10 Gebote für die Bundesregierung und den Bundestag, die in den nächsten Stunden ausführlich diskutiert werden sollen und wie folgt lauten:

1. Gebot

Ich bin das unteilbare Menschenrecht. Du sollst keine Kostenvorbehalte haben wider mich

2. Gebot

Du sollst den Begriff der Menschenrechte nicht missbrauchen und ihn nicht verwenden, wenn es nur ums Sparen geht

3.Gebot

Du sollst die UN-Behindertenrechtskonvention heiligen

4. Gebot

Du sollst behinderte Eltern ehren und ihnen Assistenz gewähren

5. Gebot

Du sollst behinderten Menschen nicht den Lebensmut nehmen

6. Gebot

Du sollst nicht der Wirtschaft hörig sein, sondern Private zur Barrierefreiheit verpflichten

7. Gebot

Du sollst den Kreis der Leistungsberechtigten nicht einschränken und keine notwendigen Leistungen aus Habgier vorenthalten

8. Gebot

Du sollst keine Sonntagsreden zur Inklusion schwingen

9. Gebot

Du sollst nicht begehren die Liebe der 16 Ministerpräsident*innen

10. Gebot

Du sollst nicht begehren das Einkommen und Vermögen behinderter Menschen