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Trauermarsch zum Teilhabegesetz in Stuttgart

Bild: Dunkelheit
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Foto: omp

STUTTGART (KOBINET) Das Zentrum Selbstbestimmt Leben Stuttgart (ZsL) lädt dazu ein, sich am 13. Mai einem symbolischen Trauermarsch anzuschließen. "Nach langen, zähen Verhandlungen ist die Vision eines guten Bundesteilhabegesetzes mit der Veröffentlichung des Referentenentwurfs gestorben. Gemeinsam wollen wir am Freitag, den 13. Mai um 13:13 Uhr in einem großen Trauerzug unserer Trauer Ausdruck verleihen", heißt es im Aufruf es ZsL Stuttgart.

"Wir tragen die Vision eines guten Teilhabegesetzes zu Grabe", erläutert Friedrich Müller die Idee hinter der Aktion. Starten will die Trauergemeinde am Stuttgarter Rathaus am 13. Mai um 13:13 Uhr. Von dort zieht der Trauerzug am alten Schloss vorbei und endet beim baden-württembergischen Sozialministerium. "Dort wollen wir uns mit einer Trauerrede und der anschließenden Kranzniederlegung von der gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen verabschieden", so Friedrich Müller.

Behinderte Menschen und deren Angehörige hatten große Erwartungen in ein neu zu schaffendes Bundesteilhabegesetz. Weg vom jahrzehntelang eingefahrenen Fürsorgegedanken, hin zu einem modernen Leistungsrecht, das die Teilhabe der Betroffenen erheblich verbessert. Seit der Veröffentlichung des Referentenentwurfs durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist die Enttäuschung auf Seiten der Betroffenenverbände riesig, so auch beim Stuttgarter Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL). Der erste Vorsitzende des ZsL Stuttgart, Friedrich Müller, bewertet den Entwurf als verheerend und trauert der verpassten Chancen nach, heißt es in der Presseinformation zum geplanten Trauermarsch.

Das ZsL bittet alle, die sich dem Trauerzug anschließen wollen, sich dem Anlass entsprechend schwarz zu kleiden. Über zahlreiche Trauergäste freuen sich die Veranstalter dieses besonderen Trauermarsches sehr. Weitere Informationen gibt's auf der Homepage des ZsL Stuttgart unter http://www.zsl-stuttgart.de/trauermarsch