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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Freudenberg Stiftung und die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen (bag if) haben gestern den Rudolf-Freudenberg-Preis für innovative Geschäftsideen und Kooperationen bei Integrationsunternehmen vergeben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und erinnert an den Sozialpsychiater Dr. Rudolf Freudenberg, der als Wegbereiter für die arbeitsorientierte Reform der Psychiatrie gilt.
Zum 10-jährigen Jubiläum des Preises wurde in diesem Jahr ein herausragendes Unternehmen mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Vier weitere vorbildhafte Unternehmen erhielten ebenfalls Freudenberg-Preise. Die Verleihung fand am Amtssitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, statt. Verena Bentele sagte als Laudatorin auf den Hauptpreisträger, die Lippische Kombi-Service gGmbH LKS: „Es ist ein Unternehmen, das sein Hauptaugenmerk auf die Beschäftigung psychisch kranker Menschen legt. Im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise hat die LKS in beispielhafter Kooperation mit der Johanniter-Unfallhilfe schnell, flexibel und effektiv einen Teil der Dienstleistungen in den Notunterkünften des Kreises Lippe übernommen. Dies ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen und gleichzeitig einen humanitären, sozialen und gesellschaftlich notwendigen Auftrag erfüllen kann. Die Beschäftigten der LKS haben meine Hochachtung.“
Die Freudenberg Stiftung setzt sich für die inklusive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen ein. Sie war an der Gründung der FAF / bag if (Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen) beteiligt. Vor zehn Jahren lobte sie erstmals den Innovationspreis für herausragende Integrationsunternehmen aus.
Weitere Preisträger mit jeweils 1.000 Euro sind:
auticon GmbH, Berlin: die auticon GmbH wird mit der Auszeichnung für ihr innovatives Geschäftskonzept gewürdigt. Es macht die Potenziale von Menschen aus dem Autismusspektrum sichtbar und nutzt sie für eine nachhaltige Beschäftigung in einem zukunftsfähigen Geschäftsfeld.
FDS GmbH, Flensburg: mit ihrem Geschäftskonzept schafft es die FDS GmbH in besonderer Weise, regionale Partnerschaften für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen zu nutzen.
Haseler Mühle GmbH, Neunkirchen: die Wildkräuterzucht der Haseler Mühle GmbH ist ein Geschäftskonzept, das bereits bei Gründung die zukünftig steigende Nachfrage des Produkts berücksichtigt hat und damit nachhaltige Arbeitsplätze schafft.
weserwork gGmbH, Bremen: mit der Idee, die Dienstleistungen eines Co-Working-Spaces durch Menschen mit Behinderungen zu erbringen, verfolgt die weserwork gemeinnützige GmbH ein besonders innovatives Geschäftskonzept, das wesentlich zum Abbau von Vorurteilen beiträgt.




