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Uwe Schummer fordert Opferfonds

Uwe Schummer
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Foto: Irina Tischer

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DORSTEN (KOBINET)

DORSTEN (KOBINET) Auf der diesjährigen Landesdelegiertenversammlung der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen forderte Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer vor über 200 Delegierten und Selbstvertretern die Arbeits- und Sozialminister der Länder auf, endlich einen Entschädigungsfonds für Menschen mit Behinderung aufzulegen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe bis ins Jahr 1989 misshandelt wurden.



„Wir erwarten, dass bei der nächsten Arbeits- und Sozialministerkonferenz im November endlich der Opferfonds eröffnet wird“, sagte Schummer zu den Delegierten. Noch immer blockierten einzelne Bundesländer eine Lösung zugunsten der immer älter werdenden Opfer. Man hatte die ehemaligen Heimkinder mit Behinderung in den beiden vorangegangenen Entschädigungsfonds Ost und West schlicht vergessen. „Diese Gerechtigkeitslücke muss geschlossen werden“, forderte Uwe Schummer. Vor einem Jahr hatten die Arbeits- und Sozialminister der Länder eine Fondslösung abgelehnt, aus Sorge um die möglichen Kosten. Das Land Nordrhein-Westfalen, das Ende 2014 zu den blockierenden Ländern gehörte, hat inzwischen, auch durch Gespräche zwischen Fraktionspolitikern und der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, seine Position geändert. Mit einem gemeinsamen Beschluss aller Fraktionen im Landtag sprach sich Nordrhein-Westfalen im Sommer für einen Entschädigungslösung aus.

Eine Stiftungslösung hatte sich Anfang September angedeutet. Dabei soll es zu einem Hilfesystem für die Misshandlungsopfer mit Behinderung kommen, das für Uwe Schummer „so unbürokratisch und zügig wie möglich“ finanzelle Entschädigung zur Verfügung stellt. Zudem sollen die erschütternden Erfahrungen der Opfer durch eine wissenschaftliche Begleitung öffentlich gemacht werden.