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15 Jahre Netzwerk Frauen Bayern

Bild von der Veranstaltung
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Foto: Andreas Vega

MüNCHEN (KOBINET) Bereits 15 Jahre wirkt das Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern. Das war Anlass genug, um in dem großen Sitzungssaal der HypoVereinsbank München ausgelassen zu feiern und die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, aber natürlich auch, um in die Zukunft zu blicken.

München (kobinet) Bereits 15 Jahre wirkt das Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern. Das war Anlass genug, um in dem großen Sitzungssaal der HypoVereinsbank München ausgelassen zu feiern und die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, aber natürlich auch, um in die Zukunft zu blicken.

Die selbst behinderte Moderatorin Zuhal Soyhan führte gemeinsam mit der Starmoderatorin Nina Ruge durch einen ausgelassenen, aber auch inhaltsreichen Nachmittag. Nach der Eröffnung durch die Leiterin des Netzwerkbüros Ute Strittmatter und deren Mitarbeiterin Dunja Robin, sprach Michael Höhenberger, Amtschef und Ministerialdirektor im bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration als Vertreter der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller das erste Grußwort. Das Thema Prävention von Gewalt gegenüber Frauen mit Behinderung solle zukünftig mehr gewichtet werden und dementsprechend würde dies finanziell in den nächsten Haushalten berücksichtigt, ließ die Sozialministerin durch Höhenberger ausrichten. Neben dem Wirken und den Projekten des Netzwerkes der vergangenen 15 Jahre, wies er auf die von Horst Seehofer initiierte Initiative Bayern barrierefrei hin. Dieses Thema müsse zu einer Volksbewegung werden, meinte der Amtschef.

Auch die ehemalige Geschäftsführerin der LAG Selbsthilfe Bayern Nicole Lassal würdigte die Arbeit der Netzwerkfrauen. Auch in Zukunft werde sie in ihrer neuen Position als Leiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München jede Menge Berührungspunkte zu den Themen Diskriminierung von Mädchen und Frauen mit Behinderung haben, meinte Lassal.

Ein besonderes Grußwort richtete Ina Stein, Gründungsfrau der Netzwerkfrauen-Bayern und Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung a.D. an das Publikum der Veranstaltung. Sie berichtete von den Anfängen des mit von ihr ins Leben gerufenen Gesprächskreises an der Münchner Volkshochschule für Mädchen und Frauen mit Behinderung. Aus dieser Runde seien mehrere großartige Projekte entstanden, wie Ina Stein in ihrer Rede besonders hervorhob.

In einer Abschlussrunde von mehreren Netzwerkfrauen wurde die Frage von Zuhal Soyhan, ob sich das Netzwerk mehr Beteiligung wünschen würde, von der Gründungsfrau Inge Plangger durch ein sehr berührendes Statement beantwortet. Menschen mit Behinderung hätten aufgrund ihrer Einschränkungen und ihres Unterstützungsbedarfes schon einen Halbzeitjob zu erfüllen. Der Umgang mit Behörden, die Organisation des eigenen Lebens mit Barrieren zum Beispiel in der Mobilität, dem Management der eigenen Assistenz sei oft extrem kräftezehrend. Dies dürfe man nicht unterschätzen. Vielen Frauen bliebe aus diesen Gründen keine Kraft mehr, um sich vehement im Netzwerk für die Interessen von Frauen und Mädchen mit Behinderung einzusetzen, schloss Plangger ihren Beitrag und erhielt dafür großen Applaus aus dem Publikum.

Nach einem musikalischen und kabarettistischen kulturellen Programm unter anderem mit der Sängerin Ute Kaiser – bkey, dem Gitarren Pop Duo Blind & Lame, sowie den beiden Kabarettisten Robert Rollinger (Holger Kiesel) und Martin Fromme endete die Veranstaltung mit einem köstlichem Buffet.

MüNCHEN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

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