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Schulung von TrainerInnen für Frauenbeauftragte

Gruppenbild der TeilnehmerInnen
Gruppenbild der TeilnehmerInnen
Foto: Weibernetz

HANNOVER (KOBINET) Im Projekt "Frauenbeauftragte in Einrichtungen. Eine Idee macht Schule" des Weibernetz begannen vor kurzem 23 Frauen ihre Ausbildung zur Trainerin für Frauenbeauftragte in Werkstätten und Wohneinrichtungen. Jeweils zwei Frauen - eine Fachfrau mit Lernschwierigkeiten und eine Fachfrau ohne Lernschwierigkeiten - werden gemeinsam ausgebildet, um später als Tandem-Team Frauenbeauftragte in Einrichtungen schulen zu können.

Der aktuelle Kurs, der noch drei weitere 3-tägige Module umfasst, findet in Hannover statt und wird im Dezember abgeschlossen sein. Es ist bereits der zweite Trainerinnen-Kurs im Rahmen des Weibernetz-Projektes, der erste fand im vergangenen Jahr in Würzburg statt. "Die zukünftigen Trainerinnen lernen in unserem Kurs alles, was sie für die Ausbildung von Frauenbeauftragten mit Lernschwierigkeiten wissen müssen", erklärte Ricarda Kluge, Projektkoordinatorin beim Weibernetz. "Zum einen geht es natürlich um die Inhalte: Was müssen Frauenbeauftragte lernen, damit sie ihre Aufgabe gut ausfüllen können. Aber genauso wichtig sind die Methoden und Ideen, die die Schulungen verständlich und interessant für Frauen mit Lernschwierigkeiten machen. Methoden, die den Frauen Mut machen und sie stärken, damit sie sich für ihre Kolleginnen und Mitbewohnerinnen in Werkstätten und Wohneinrichtungen einsetzen."

Besonders wichtig sind dafür die Referentinnen mit Lernschwierigkeiten, die als Expertinnen in eigener Sache wichtiges Vorbild für die Frauen sind und besonders den zukünftigen Trainerinnen mit Lernschwierigkeiten zeigen: "Wir Frauen mit Lernschwierigkeiten können vieles schaffen, wir können gut als Frauen-Beauftragte arbeiten und wir können anderen Frauen etwas beibringen", heißt es in einer Presseinformation des Projektes. Neben Anita Kühnel, der Projekt-Mitarbeiterin von Mensch zuerst, werden deshalb auf allen Schulungen weitere Frauenbeauftragte aus Einrichtungen als Referentinnen mitarbeiten und ihre Erfahrungen an die Teilnehmerinnen weitergeben. So hat bei der ersten Schulung Monika Jaekel über ihre Arbeit als Frauenbeauftragte in den Hamburger Elbewerkstätten berichtet und die vielen Fragen der Teilnehmerinnen beantwortet. Susanne Löb, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel und Sprecherin der BAG der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, hat den Teilnehmerinnen einen Einblick in die Arbeit der Frauenbeauftragten in den Kommunen gegeben.

Neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördern auch die Bundesländer das aktuelle Projekt des Weibernetz. Am Schulungskurs 2014 in Würzburg beteiligten sich Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein. Der aktuelle Kurs wird finanziert durch die Länder Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, darüber hinaus finanziert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ein zusätzliches Team.

"Für den Kurs hatten wir enorm viele Bewerbungen. Es war wirklich schwer, sich zwischen den vielen hochmotivierten und spannenden Frauen zu entscheiden", berichtet die Projektmitarbeiterin Beatrice Gômez. "Deshalb sind wir sehr froh, dass der LVR die Teilnahme eines zusätzlichen Teams aus Nordrhein-Westfalen ermöglicht." Für die Projektmitarbeiterinnen und für die Teilnehmerinnen waren die drei Tage der ersten Schulung spannend und sehr bereichernd, die Frauen sind mit vielen neuen Ideen und Kontakten hochmotiviert nach Hause gefahren. Nach der Sommerpause treffen sich die Frauen Anfang September wieder in Hannover zum zweiten Ausbildungsblock, so das Resümee der Projektmitarbeiterinnen.

HANNOVER (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sinouvz