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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Am zweiten Juli-Samstag hat Berlin zwei große Ereignisse. Auf dem Potsdamer Platz wird das Finale eines Inklusionsfackellaufs gefeiert. Auf dem Hermannplatz in Neukölln startet zum dritten Mal die nach Kreuzberg ziehende Pride Parade. Ins kobinet-Diskussionsforum hat der für Pressearbeit wieder verantwortliche Sven Drebes die Infos über den Umzug unter dem Motto "Party statt Pathologisierung, Kritik statt Sonntagsreden!" gestellt. In der Online-Ausgabe der Berliner Behindertenzeitung wirbt Chefredakteur Dominik Peter für den Aktionstag Inklusion und Diversity auf dem Potsdamer Platz.
„Einen Ruck pro Inklusion können wir nur gemeinsam schaffen! Wir können uns weit besser vernetzen als bisher, um eine Gruppe zu werden, die sich in wichtigen Themen Gehör verschafft – und zugleich positives Marketing für Inklusion macht“, schrieb Dominik Peter zu einem Foto der Fackel des Netzwerks Inklusion Deutschland von der Kieler Woche auf der Webseite der Monatszeitung des Berliner Behindertenverbands.
Die „Behindert und verrückt feiern“ Pride Parade will „kein Inklusions-Fallerifallara“ sein. Allzu oft heiße es: „Inklusion“ – und alles bleibt, wie es ist! „Wir aber fordern: Her mit dem schönen Leben für alle! Gesellschaft verändern, statt daran teilhaben müssen“, so steht es im Aufruf zur Parade, zu der im vergangenen Jahr über 2 000 Menschen gekommen sind.
Nach internationaler Kritik an der mangelnden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland teilt Matthias Vernaldi vom veranstaltenden Bündnis die Besorgnis, dass Deutschland seinen Verpflichtungen in verschiedenen Bereichen nicht nachkommt: Dies betrifft die unfreiwillige Unterbringung von Menschen in Institutionen sowie den Umstand, dass physische oder medikamentös erwirkte Fixierungen in Heimen und Psychiatrien nicht als Folter anerkannt werden. Außerdem fehlten Angebote für ein Leben Behinderter außerhalb von Institutionen, auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt.




