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Binz – größtes Seebad auf Rügen

Binz von seiner Seebrücke aus gesehen
Binz von seiner Seebrücke aus gesehen
Foto: Hartmut Smikac

UNBEKANNT (KOBINET) Im Urlaub Seeluft schnuppern, auf lange Sandstrände blicken, oder über sie zum Strand gehen, und abends dann bei einem guten Tropfen in die untergehende Sonne schauen - so stellt sich wohl so mancher seinen Traumurlaub vor. Ihn Wirklichkeit werden zu lassen, dafür ist das Seebad Binz eine empfehlenswerte Adresse, meint kobinet-Korrespondent Hartmut Smikac und berichtet heute über das größte Seebad auf Rügen, der größten Insel Deutschlands.

Binz (kobinet) Im Urlaub Seeluft schnuppern, auf lange Sandstrände blicken, oder über sie zum Strand gehen, und abends dann bei einem guten Tropfen in die untergehende Sonne schauen - so stellt sich wohl so mancher seinen Traumurlaub vor. Ihn Wirklichkeit werden zu lassen, dafür ist das Seebad Binz eine empfehlenswerte Adresse. Dieser Ort ist das größte Seebad auf Rügen, der größten Insel Deutschlands, in unmittelbarer Nähe des Jagdschlosses Granitz sowie des Kolosses von Prora.

Wer als mobilitätseingeschränkter Reisender oder mit einer mobilitätseingeschränkten Person gemeinsam nach Binz reist, der sollte sich in der Touristinformation neben den allgemeinen Informationen und Broschüren zum Seebad auch den Gastronomieführer des Ostseebades sowie die handliche Broschüre "Urlaub mit Handicap" geben lassen. Im Gastronomieführer sind jene Restaurants und Cafés gekennzeichnet, die ebenerdig zugänglich sind. Das etwas mehr als 20 Seiten starke Heftchen "Urlaub mit Handicap" enthält von Tipps zur Anreise über Unterkünfte sowie Informationen zur Zugänglichkeit von Freizeit- und Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten bis zu weiteren hilfreichen Adressen alles was man als mobilitätseingeschränkter Besucher benötigt. Dazu gehört schließlich auch ein Ortsplan auf welchem neben den Einkaufsmöglichkeiten auch die Behindertenparkplätze, die Toiletten für Besucher mit Rollstuhl sowie die mit Rollstuhl befahrbaren Strandzugänge eingetragen sind.

Das Seebad Binz kann ein Besucher auch mit Rollstuhl ohne Schwierigkeiten erkunden. Der Bereich um die Hauptstraße, die Schiller- und die Heinestraße, also das eigentliche Zentrum des Orts, sind eben und gut ausgebaut: Gut gepflasterte Wege mit geringen Niveauunterschieden zu den Straßen, überwiegend ebenerdig zugängliche Geschäfte, Restaurants und Cafés sind im gesamten Ort vorzufinden. Das trifft so auch auf die mehr als drei Kilometer lange Strandpromenade zu. Sie ist, obwohl gepflastert, insgesamt gut befahrbar. So kann man hier auch mit einem Rollstuhl die Sonne, die Seeluft oder die frische Brise genießen und falls man möchte, bis nach Prora wandern. Dort gibt es übrigens einen Baumwipfelpfad, der auch für Gäste mit Rollstuhl zugänglich ist.

Zu solch einem Spaziergang gehört sicherlich außerdem ein Besuch der 370 Meter lange Seebrücke und der Blick von hier aus auf den Badeort. An diese Seebrücke legen auch Schiffe an, mit denen Gäste Ausflüge entlang der Kreideküste bis zum Königsstuhl oder gar bis zum Kap Arkona, beziehungsweise rund um Rügen unternehmen können. Mobilitätseingeschränkten Passagieren ist die Mitfahrt ab Binz jedoch nicht möglich, sie müssten in den Stadthafen nach Saßnitz fahren. Dort ist ein Zusteigen über eine Gangway möglich, ohne Treppen überwinden zu müssen. Dabei ist zu beachten, dass die Schiffe der Adler-Reederei Gäste mit Rollstuhl befördern können, diese müssten jedoch in der Lage sein, einige Schritte zu gehen und ihnen steht an Bord keine behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Das wäre bei der ab Saßnitz verkehrenden "MS Alexander" anders -  sie wurde für Passagiere mit Rollstuhl entsprechend gebaut und verfügt auch über eine Behindertentoilette.

Das Seebad Binz kann der Besucher des Ortes auch mit der Bäderbahn erkunden. Sie hilft seit 1998 als "blaue Bahn" die Laufwege zu verkürzen und bietet für Inhaber der Kurkarte einen kostenfreien Pendelverkehr. Auch Gäste mit Rollstuhl können die Bäderbahn nutzen. Eine Rampe ermöglicht den Zugang am Ende des letzten Wagens (bitte beim Fahrer melden). Inhaber eines Schwerbehindertenausweise ab einem Grad der Behinderung von 80 fahren ebenfalls kostenfrei. Ebenso wird der B-Nachweis anerkannt und eine Begleitperson fährt ebenfalls kostenfrei mit.

Obwohl das Zentrum des Ortes eben ist sollte ein mobilitätseingeschränkter Besucher bedenken, dass Binz selbst nur wenige Meter über "Normal Null" liegt, das nahegelegene Jagdschloss jedoch am mehr als 100 Meter über "Normal Null" - es gibt also auf Rügen auch erhebliche Steigungs- oder Gefällestrecken für die eventuell auch Schiebehilfe erforderlich werden kann. Das wäre für eine Fahrt mit dem "Rasenden Roland" zu bedenken. Die Mitfahrt ist in diesem Zug auch Gästen mit Rollstuhl in einem separaten Wagen möglich, jedoch wird hierzu eine Voranmeldung empfohlen. Für die Anreise zum Bahnhof dieser Kleinbahn sollte nach Ausgangspunkt des Weges und nach Möglichkeit die Bäderbahn genutzt werden.

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